Bleiben die Aufträge hier?

Darmstadt-Dieburg - Auf großes Interesse stieß eine Informationsveranstaltung, die der Landkreis Darmstadt-Dieburg gemeinsam mit der Handwerkskammer Rhein-Main kurzfristig und aus aktuellem Anlass organisierte.

Zahlreiche Handwerker, Architekten, Ingenieure und Vertreter von kommunalen Bauämtern ließen sich von Experten über die Auswirkungen der Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes aufklären. „Diese Programme können nur gemeinsam und in enger Koordination gestemmt werden“,sagte Erster Kreisbeigeordneter Klaus Peter Schellhaas zur Begrüßung. Daher sei diese Informationsveranstaltung wichtig, damit alle Akteure einen gemeinsamen Nenner und Sprachgebrauch finden können.

Fachreferate zu spezifischen Themen brachten für alle Anwesenden Aufschluss über die Umsetzung der Konjunkturprogramme. Michael Hutterer, stellvertretender Leiter der Finanzabteilung im Landratsamt, erläuterte die finanziellen Auswirkungen der Programme und klärte über gesetzliche Voraussetzungen auf. Gerd Grimm, Leiter des Revisionsamts, und Kristina Linder referierten über das veränderte Vergaberecht, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann befasste sich in seinem Vortrag mit der Umsetzung aus Sicht des Schulträgers und stellte die geplanten Baumaßnahmen vor. Fleischmann betonte dabei, dass der Landkreis unabhängig von den Konjunkturprogrammen schon ein umfangreiches Schulbauprogramm beschlossen hatte, so dass angesichts der zusätzlichen Mittel aus Berlin und Wiesbaden Projekte vorgezogen werden konnten. Schließlich äußerte sich Professor Böhm von der Technischen Universität Darmstadt darüber, welche Chancen die Konjunkturprogramme im Umgang mit dem Klimawandel haben. Böhm plädierte dabei für ein nachhaltiges Bauen, Qualität müsse bei den Maßnahmen Vorrang haben. Die wichtigste Frage der Veranstaltung lautete aber:„Bleiben die Aufträge in der Region?“ Beantworte wurde die vom Ersten Kreisbeigeordneten Klaus Peter Schellhaas: „Auf Grund der Fülle der Maßnahmen ist damit zu rechnen, dass regionale Bauunternehmen verstärkt berücksichtigt werden können - wenn denn die Angebote stimmen.“

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