Brandanschlag auf Dienstwagen von Fraport-Manager

Darmstadt-Dieburg - Roßdorf (eha)  Auf den Dienstwagen eines hochrangigen Mitarbeiters des Flughafenbetreibers Fraport ist in der Nacht auf Mittwoch ein Brandanschlag verübt worden. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat das Landeskriminalamt Wiesbaden die Ermittlungen aufgenommen. Der Fraport-Projektleiter ist für den Ausbau des Frankfurter Flughafens mitverantwortlich.

Der VW Tuareg war vor dem Wohnhaus des Mannes auf einer Straße im alten Roßdörfer Ortskern abgestellt. Nachbarn informierten ihn gegen 0.35 Uhr über einen lauten Knall. Da stand der Wagen auch schon in Flammen. Verletzt wurde niemand.

Zeugen wollen ein Fahrzeug beobachtet haben, das sich angeblich kurz vorher mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort entfernte. „Einen Zusammenhang konnten wir bisher aber nicht feststellen“, sagte LKA-Pressesprecher Udo Bühler gestern auf Anfrage.

Auch ob Brandbeschleuniger eingesetzt wurden, kann aufgrund des raschen Entflammens des Motorraums nur vermutet werden. „Den Beweis ergibt erst die chemische Untersuchung“, sagt Bühler.

Bis die Feuerwehr die Flammen löschte, wurde die Frontpartie des neuwertigen Geländewagens schwer beschädigt. Über die Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben. Ob der Fraport- Mitarbeiter in der Vergangenheit bereits bedroht wurde, konnten die Ermittler nicht sagen.

Die Darmstädter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Brandstiftung und hat eine Belohnung von 3 000 Euro für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.

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