Kein Ende in Sicht

Busfahrer-Streik: Verdi lehnt Schlichtung ab

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Frankfurt - Die Busfahrer kämpfen weiter für mehr Lohn. Den Vorschlag des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer, einen Schlichter einzusetzen, lehnt die Gewerkschaft Verdi ab. Auch die Tram-Fahrer in Darmstadt beteiligen sich weiter am Ausstand.

Der Busfahrerstreik ist am Dienstag in mehreren hessischen Städten fortgesetzt worden. Am neunten Tag des Ausstands blieben Busse in Frankfurt, Darmstadt, Hanau, Offenbach, Marburg, Gießen und Fulda in den Depots, wie Jochen Koppel von der Gewerkschaft Verdi am Morgen sagte. Er rechnete zudem damit, dass in Darmstadt den ganzen Tag keine Straßenbahnen fahren, weil sich die Tramfahrer der Aktion anschließen wollten.

Die Gewerkschaft Verdi wartet in dem Tarifkonflikt auf ein neues Angebot der Arbeitgeber. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer hat unterdessen vorgeschlagen, einen Schlichter einzusetzen. Diesem Vorschlag erteilte Koppel am Morgen eine Absage: "Ein Schlichter macht nur Sinn, wenn es etwas zu schlichten gibt. Ein Angebot des Arbeitgebers liegt aber noch immer nicht vor." Zunächst müsse es ein Angebot und Verhandlungen geben. Erst nach dem Scheitern der Gespräche könne dann ein Schlichter ins Spiel kommen. Verdi fordert unter anderem eine Anhebung des Stundenlohns von derzeit 12 auf 13,50 Euro. Die Arbeitgeber wollen eine Laufzeit bis Ende 2018 und bieten insgesamt einen Anstieg des Lohns bis 12,65 Euro an. (dpa)

Busstreik in Hessen: Bilder

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