Mit schussbereiter Maschinenpistole

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Das sichergestellte Waffenarsenal.

Darmstadt - Gefährlicher Polizeieinsatz am Sonntagmorgen: Ein 30-Jähriger hatte schussbereite Maschinenpistole im Auto. Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand.

Wie schnell ein Einsatz gefährlich werden kann, erlebte eine Streifenbesatzung des zweiten Polizeireviers am Sonntagmorgen, 24. Mai, bei der Kontrolle eines Kleinlasters in der Heidelberger Straße. Die Beamten hatten erst kurz zuvor ihren Dienst begonnen und wollten das verdächtige Fahrzeug gegen 6.45 Uhr stoppen.

Der Fahrer gab jedoch Gas, bog in die Sandbergstraße ab, um es sich aber dann doch anders zu überlegen und anzuhalten. Dort schloss er sich im Fahrzeug ein. Als sich die Streifenbesetzung dem Fahrzeug näherte, entdeckte eine Beamtin eine Maschinenpistole im Fußraum der Beifahrerseite. Mit entsprechender Absicherung durch ihre Dienstwaffe konnte der Fahrer bewegt werden, das Fahrzeug zu verlassen. Kaum dass er dies getan hatte, ging er jedoch massiv gegen die Beamten vor. Er trat und schlug um sich, unter anderem in den Unterkörper und gegen den Kopf. Letztlich konnte er aber doch unter Kontrolle gebracht und festgenommen werden.

Während der Festnahme schrie er die Polizisten an, "ihn sterben zu lassen". Der 30-jährige Mann aus Darmstadt, bereits einmal wegen einem Verstoß gegen das Waffengesetz aufgefallen, stand merklich unter Alkohol- und Drogeneinfluss und wurde zur Blutentnahme ins Polizeigewahrsam gebracht. Dort rannte er mehrfach mit dem Kopf gegen die Zellenwand, was eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik unumgänglich machte. Nachdem in seinem Fahrzeug neben einer funktionsfähigen Maschinenpistole auch ein griffbereiter Baseballschläger gefunden worden war, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Wohnungsdurchsuchung an.

Hier wurde ein offenbar russisches Fabrikat eines Sturmgewehrs, eine durchbohrte Gaspistole und Munition unterschiedlichen Kalibers sichergestellt. Der Führerschein des 30-Jährigen wurde ebenfalls sichergestellt. Die Ermittlungen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und zur Herkunft der aufgefunden Waffen dauern an.

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