Mutter tot gefahren 

19-Jähriger nach Unfalltod auf A5 verurteilt - So wurde die Polizei auf ihn aufmerksam 

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Das Wrack eines Mazda steht an der Unfallstelle. Ein 19-Jähriger hatte mit seinem Auto eine Frau auf einer Raststätte an der A5 totgefahren und deren Sohn schwer verletzt. 

Ein 19-Jähriger ist in Darmstadt für den Tod einer Mutter an der A5 verantwortlich gemacht worden. Die Polizei verrät, wie sie auf ihn aufmerksam wurde. 

Update vom Montag, 04.11.2019, 13.41 Uhr: Rund zehn Monate nach einem tödlichen Raser-Unfall auf einem Autobahn-Parkplatz an der A5 in Südhessen hat das Landgericht Darmstadt den nun 19 Jahre alten Fahrer zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt. 

Der damals 18-Jährige war im Dezember 2018 mit einem Tempo von über 100 Kilometern pro Stunde vor der Polizei geflüchtet und dann auf einem Rastplatz nahe Heppenheim  in das Auto einer Familie gekracht. Eine 39 Jahre alte Mutter starb daraufhin.

Darmstadt A5: Flucht vor Polizei - 19-Jähriger fuhr ohne Zulassung und Führerschein

Wie die Deutsche Presseagentur nun mitteilte, war der 18-Jährige den Polizisten damals aufgefallen, weil das Nummernschild abgelaufen war. Außerdem hatte der Wagen keine Zulassung und der junge Mann keinen Führerschein. 

Als Grund für seine Flucht vor der Polizei gab der nun wegen Mordes verurteilte Mann an, dass er Angst vor einem weiteren Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein hatte. Er habe dann die Situation falsch eingeschätzt und die Kontrolle über das Auto verloren. Vor Gericht bezeichnete sich der 18-Jährige selbst als "Autonarr".

Der Verteidigung zufolge wollte er das Auto auf dem Autobahnparkplatz abstellen und zu Fuß durch einen Wald flüchten. Die Anwälte hatten gesagt, dass der junge Mann seine zweijährige Fahrpraxis durch heimliche Fahrten mit dem mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestatteten Audi A6 des Stiefvaters gemacht habe.

A5 Darmstadt: Raser wegen Mordes verurteilt - In Familienauto gekracht

Update vom Montag, 04.11.2019, 11.30 Uhr: Ein 18-Jähriger ist am 30. Dezember 2018 auf der A5 mit seinem Auto vor der Polizei geflüchtet. Mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde fuhr er damals auf einen Autobahnparkplatz Fuchsbuckelnd und kracht dort in das geparkte Auto einer Familie. Die Mutter stirbt bei dem Unfall, der damals zehnjährige Sohn wird schwer verletzt. Nun wurde der Unfallverursacher verurteilt. 

Das Urteil wurde vor dem Landgericht Darmstadt gesprochen. Das Gericht hat den heute 19 Jahre alten Mann zu sechs Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Seine Tat wurde am Montag (04.11.2019) vom Richter als Mord bewertet. 

Die Familie, in deren Auto der heute 19-Jährige krachte, kommt aus Düsseldorf. Im Prozess hatte die Staatsanwaltschaft wegen Mordes eine neunjährige Jugendhaftstrafe gefordert. Die Anwälte hatten auf fahrlässige Tötung plädiert und kein konkretes Strafmaß genannt.

Darmstadt (Hessen): Tödlicher Unfall auf der A5 - Mordprozess in Darmstadt

Update, 21.08.2019, 11:11 Uhr: Darmstadt - Der Prozess um den tödlichen Unfall, der sich am 30. Dezember 2018 auf einem Parkplatz bei Heppenheim ereignet hat, geht am heutigen Tag vor dem Landgericht Darmstadt weiter. Ein halbes Jahr nach dem Unfall wurde der Mordprozess am 18.07.2019 eröffnet. Der 19 Jahre alte Angeklagte, der auf der Flucht vor der Polizei mit etwa 150 Kilometern pro Stunde in ein parkendes Auto gefahren sein soll, hat zu Beginn des Prozesses ein Geständnis abgelegt. Bei dem Unfall starb eine 39 Jahre alte Frau und ihr 10-jähriger Sohn wurde schwer verletzt. 

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Angeklagt werden Mordes - Verurteilung nach Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht?

Die Staatsanwaltschaft hat den 18-Jährigen wegen Mordes angeklagt. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte einer Strafe entkommen wollen und dabei billigend in Kauf genommen, dass durch das rasende Auto Menschen sterben. Wie lang der Angeklagte ins Gefängnis gehen muss, ist unter anderem davon abhängig, ob er nach nach Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht verurteilt wird. Der Angeklagte ist zwar volljährig, aber noch nicht 21 Jahre alt. Dementsprechend könnte er auch noch nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden. Die Urteilsverkündung wurde ursprünglich für den heutigen Tag (21.08.2019) angesetzt. 

red

Erstmeldung, 18.07.2019, 10:13 Uhr: Darmstadt - Der Deutsche, der keinen Führerschein hat, war am 30. Dezember 2018 auf der A5 vor einer Zivilstreife der Polizei davongefahren, die ihn wegen der abgelaufenen Versicherung des Wagens kontrollieren wollte.

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Laut Anklage raste er mit Tempo 150 auf den Parkplatz "Fuchsbuckel" bei Heppenheim, wo er mit seinem Wagen gegen das parkende Auto einer Familie aus Düsseldorf krachte. Eine 39 Jahre alte Frau wurde dabei tödlich verletzt. Der zehnjährige Sohn überlebte den Unfall schwer verletzt. Der Vater, der zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes auf der Toilette war, erlitt einen Schock.

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Die Staatsanwaltschaft hat den 18-Jährigen wegen Mordes angeklagt, weil sie die Merkmale "Verdeckung einer Straftat" und "gemeingefährliche Mittel" erfüllt sieht. Der Angeklagte habe einer Strafe entkommen wollen und dabei in Kauf genommen, dass durch das rasende Auto Menschen sterben.

Ebenfalls auf den Plan rief die Polizei eine sexuelle Belästigung: Ein Mann schleicht sich von hinten an Frau heran - und greift unvermittelt zu.

dpa

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