Darmstadt

Evakuierung abgeschlossen - Bombenentschärfung in Darmstadt hat begonnen

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Wegen der Entschärfung dieser Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten 9000 Menschen in Darmstadt ihre Wohnungen verlassen.

In Darmstadt wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Evakuierung wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Entschärfung der Bombe hat vor einer halben Stunde begonnen. 

  • Der Kampfmittelräumdienst hat eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Darmstadt gefunden.
  • 9000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen.
  • Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus wurden Vorsichtsmaßnahmen für die Evakuierung getroffen


Update vom 13.03.2020, 14.35 Uhr: Die Bombenentschärfung in Darmstadt ist beendet. Das teilte die Feuerwehr Darmstadt auf Twitter mit. Alle Straßensperrungen seien aufgehoben, die Evakuierten dürfen zurück in ihre Wohnungen. 

Update, 13.03.2020, 13.32 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, konnte die Räumung des Sperrgebietes vor einer Stunde erfolgreich abgeschlossen werden. Ein Polizeihubschrauber hat das Gebiet nochmal kontrolliert. Da sich keine Personen mehr in dem Sperrgebiet befunden haben, konnte die Entschärfung der Weltkriegsbombe vor einer halben Stunde beginnen. Dies teilte die Feuerwehr Darmstadt über ihren Twitter-Account mit. 

Update, 13.03.2020, 09.23 Uhr: Die Evakuierung in Darmstadt im Zuge der Bombenentschärfung läuft an. Rund 9000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen um die Sperrzone um den Bombenfundort zu räumen. Die Polizei informiert auf Twitter nochmal über die Ausweichzentren Darmstadtium (Schloßgraben 1) und Kasinohalle (Kasinostraße 42). 

Die eingerichteten Ausweichzentren sind seit 6.00 Uhr heute morgen (13.03.2020) geöffnet. Gegen 8.00 Uhr  seien aber noch weit weniger Menschen als erwartet eingetroffen. Die Räumung des Sperrgebiets laufe aber nach Plan. Nach Kontrollen durch Polizei und Feuerwehr, ob das Sperrgebiet um den Bombenfundort komplett geräumt ist, soll der Kampfmittelräumdienst um 11.00 Uhr mit der Entschärfung beginnen. 

Aufgrund der besonderen Lage durch das Coronavirus werden in den Ausweichzentren besondere Vorkehrungen getroffen. 

Die Feuerwehr Darmstadt hat zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, wo sich Betroffene informieren können. Wenn Hilfe beim Verlassen des Sperrgebiets benötigt wird, können sich die Darmstädter auch unter dieser Nummer bei der Feuerwehr melden. 

06151 / 13 - 2060

Nach Bombenfund auf Messplatz: Coronavirus erschwert Evakuierung von 9000 Menschen

Update, 12.03.2020, 17.18 Uhr: In Darmstadt wird am Freitagvormittag (13.03.2020) eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärft. Aufgrund der Bombenentschärfung sollen am Freitag alle Personen bis acht Uhr aus dem Sperrbezirk mit einem Radius von 750 Metern rund um den Bombenfundort verschwunden sein. Davon betroffen sind auch acht Schulen und elf Kitas, die geschlossen bleiben. Ebenso wird der Verkehr weitläufig umgeleitet. Polizei und Feuerwehr werden dann das Sperrgebiet kontrollieren. Dafür sind rund 200 Beamte eingeplant. Die Entschärfung ist für elf Uhr vorgesehen. Für die betroffenen Personen hat die Feuerwehr ein Bürgertelefon eingerichtet, die Nummer lautet 06151/132060.

Bombenfund: Coronavirus stellt Behörden vor Herausforderung

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus haben die Behörden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen für die Evakuierung getroffen. Zunächst sind die von der Evakuierung betroffenen Personen angehalten, sich eigenständig Ausweichmöglichkeit bei Freunden oder Verwandten zu suchen, wie ein Sprecher der Stadt Darmstadt am Donnerstag (12.03.2020) mitteilte. In zwei geplanten Ausweichzentren werden insgesamt circa 800 bis 900 Menschen erwartet. Hier gibt es verschiedene kurze Medizinchecks vom Roten Kreuz, außerdem werden Desinfektionsmittel bereitgestellt. Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, werden separat untergebracht.

Update, 11.03.2020, 17.12 Uhr: Die Feuerwehr Darmstadt hat am Mittwochnachmittag die Bevölkerung per Push-Mitteilung über die Warn-App Biwapp über die am Freitag geplante Bombenentschärfung auf dem Messplatz informiert. Die Stadt teilte zudem über die Warn-App mit, dass am Freitag wegen der Entschärfung der Weltkriegsbombe der Unterricht an einigen Schulen ausfällt: 

  • Berthold-Brecht-Schule
  • Bernhard-Adelung-Schule
  • Christoph-Morgenstern-Schule
  • Christoph-Graupner-Schule
  • Ernst-Elias-Niebergall-Schule
  • Friedrich-List-Schule
  • Heinrich-Emanuel-Merck-Schule 
  • Martin-Behaim-Schule

Bombe in Darmstadt: Evakuierung betrifft 9000 Menschen

Der Evakuierungsradius für die Entschärfung beträgt 750 Meter rund um den Fundort der Fliegerbombe auf dem Messplatz. Das Vermessungsamt der Stadt Darmstadt hat dazu einen Lageplan angefertigt:

Lageplan mit Evakuierungszone (750 Meter um den Fundort der Fliegerbombe)

Update vom Mittwoch, 11.03.2020, 14.04 Uhr: 9000 Menschen müssen am Freitagmorgen (13.03.2020) ihre Wohnungen in Darmstadt verlassen. Der Grund: Dann soll die 500 Kilogramm schwere Bombe auf dem Messplatz entschärft werden. Von den Sicherheitsmaßnahmen im Norden der Innenstadt sind unter anderem elf Kitas und acht Schulen betroffen, so Bürgermeister Rafael Reißer (CDU) am Mittwoch (11.03.2020). 

Die von der Evakuierung betroffenen Menschen sollten versuchen, bei Verwandten oder Freunden unterzukommen. Die Menschen aus dem Sperrbezirk könnten sich am Freitagmorgen auch in zwei Hallen aufhalten. 

Erstmeldung: Darmstadt - Auf dem Messplatz in Darmstadt ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das hat die Stadt Darmstadt am Dienstagabend (10.03.2020) mitgeteilt. Der Kampfmittelräumdienst habe die Bombe bei einer systematischen Routinesuche entdeckt. Eine akute Gefahr für die Menschen bestehe nicht. 

Bombe in Darmstadt: Die Vorbereitungen für die Entschärfungen laufen

Die Vorbereitungen für die Entschärfung laufen, so die Stadt Darmstadt. Die Entschärfung der Bombe ist für Freitag (13.03.2020) geplant. Das hat eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Südhessen am Mittwochmorgen (11.03.2020) mitgeteilt. Genauere Angaben zur Größe und Art der Bombe machte die Stadt noch nicht. 

Nach Bombenfund in Darmstadt: Bevölkerung soll Gebiet meiden

Die Stadt Darmstadt bittet die Bevölkerung darum, den Bereich so weit wie möglich zu meiden. So solle die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort unterstützt werden. Das Gelände sei weiträumig abgesperrt. Weitere Details zum Bombenfund gab die Stadtverwaltung bisher nicht bekannt.

Der Messplatz befindet sich in der Nähe des Bürgerparks Nord. Die Stadt hatte den etwa vier Hektar großen Platz im Norden der Innenstadt vor kurzer Zeit an eine Tochterfirma der städtischen Bauverein-AG verkauft. Diese will auf dem Gelände wohl ein Wohnquartier und eine neue Kindertagesstätte errichten. 

Bombe: Messplatz in Darmstadt ist teilweise abgesperrt

Auf dem Messplatz parken zurzeit rund 15 Autos, ein Kleintransporter, zwei kleinere Lastwagen einer Autovermietung, ein Sattelschlepper, ein Bus sowie ein weiterer Lastwagen mit einem Anhänger. 

In der Mitte des Platzes sind eine Grube und ein Erdhaufen zu sehen, die mit Plastikbändern und Absperrschranken als Sperrzone markiert sind. Die Darmstädter Berufsfeuerwehr hat einen Container als mobile Einsatzzentrale sowie einen Anhänger zum Ausleuchten der Fundstelle der Bombe direkt neben der Grube abgestellt.

Straßen um Messplatz in Darmstadt sind trotz Bombenfund frei

Einige Meter vom Fundort entfernt stehen zur Absicherung zwei Wagen der Kommunalpolizei auf dem Platz. Die Straßen rund um den Messplatz können befahren werden. Auch der Radweg an der Arheilger Straße wurde nicht gesperrt. Zudem fahren auch die Straßenbahnen der Linien 4 und 5 von und nach Kranichstein direkt am Messplatz vorbei. 

Auch der Schulbetrieb in den benachbarten Schulen wurde bislang nicht eingestellt. Um 9 Uhr hat im Rathaus Darmstadt eine Sitzung begonnen, bei der über weitere Vorkehrungen und die geplante Entschärfung der Bombe gesprochen werden soll. 

Rene Bennert entschärft regelmäßig Bomben in und um Darmstadt*. Er ist einer von drei Feuerwerkern des Kampfmittelräumdienstes beim Regierungspräsidium Darmstadt.

Video: Bomben-Entschärfung: So viel verdient ein Sprengmeister

Von Jan Wendt und Jens Joachim


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