Trotz „Zone“ auch in Frankfurt viel Feinstaub

Darmstadt hat die höchste Belastung

Darmstadt - (dpa) Darmstadt ist derzeit die Stadt mit der höchsten Feinstaub-Belastung in Hessen. Seit Jahresbeginn wurde dort der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bereits an 31 Tagen überschritten, erlaubt sind Überschreitungen an 35 Tagen im Jahr. An zweiter Stelle liegt Reinheim mit 27 Überschreitungen, danach folgt Frankfurt mit 25 Tagen, an denen der Grenzwert überschritten wurde.

Das geht aus der aktuellen Liste der Messwertüberschreitungen hervor, die das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie im Internet veröffentlicht.

Als einzige hessische Stadt hatte Frankfurt im Oktober eine Umweltzone eingerichtet. Seitdem dürfen in der Stadt nur noch schadstoffarme Fahrzeuge fahren. Nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) von gestern war die Feinstaubbelastung in der ersten Jahreshälfte vor allem in den südlichen Bundesländern deutlich zu hoch. Ein Grund dafür seien windschwache Hochdruckwetterlagen gewesen, die häufiger auftraten als in den Jahren zuvor und vor allem zu Jahresanfang den Abtransport der Luftschadstoffe behinderten. In sechs Städten in Bayern und Baden-Württemberg sei der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bereits jetzt an mehr als den zulässigen 35 Tagen pro Jahr überschritten worden: In München, Stuttgart, Ludwigsburg, Markgröningen, Reutlingen und Pleidelsheim. Das UBA forderte Tempo 30 für feinstaubreiche Hauptverkehrsstraßen. Denn die Belastung müsse dringend sinken.

http://www.hlug.de/medien/luft/komponenten/staub/pm10_ueberschreitung

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