Gespräche mit Mitarbeitern

Merck verlagert 250 Stellen ins Ausland

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Merck Darmstadt lagert Jobs aus.

Darmstadt - Der Pharma- und Chemiekonzern Merck verlagert erneut Hunderte Stellen ins kostengünstigere Ausland. Das Unternehmen bündle und standardisiere zentrale Dienste für Personal, IT, Einkauf und Finanzen.

Das teilte die Merck KGaA am Dienstag der Deutschen-Presse Agentur mit. Im Zuge dessen würden rund 250 Stellen bis Ende 2021 von Darmstadt in die Service-Zentren in Breslau (Polen), Manila (Philippinen), Montevideo (Uruguay) und Bangalore (Indien) verlegt. Der Umbau solle sozialverträglich ablaufen.

Mit betroffenen Mitarbeitern würden in Kürze Gespräche geführt, um sie weiterzubilden oder in anderen Bereichen in Darmstadt einzusetzen, sagte Philip Heßen, Merck-Personalchef Deutschland. In seltenen Fällen ohne Einigung könnten auch Abfindungen angeboten werden. Gemäß eines Pakts mit Arbeitnehmervertretern sind betriebsbedingte Kündigungen in der Zentrale bis Ende 2021 ausgeschlossen. Dieser Bestandschutz solle verlängert werden, forderte der Betriebsratsvorsitzende Michael Fletterich.

Die Unsicherheit in der Belegschaft sei angesichts des erneuten Umbaus groß. Um so wichtiger sei es nun, schnell Klarheit zu schaffen. Die Erfahrung zeige, dass bis auf wenige Führungskräfte kaum Mitarbeiter bereit seien, so weit ins Ausland zu gehen.

Merck hatte schon 2017 verkündet, 135 Stellen in der Buchhaltung nach Breslau und Manila zu verlagern. Im Oktober einigte sich der Konzern mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Stellenabbau zunächst ohne betriebsbedingte Kündigungen. Weitere Umstrukturierungen seien aber nicht ausgeschlossen, sagte Heßen. "Merck wird sich auch künftig stetig weiterentwickeln und Prozesse kontinuierlich optimieren."

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Merck will mit der Bündelung der Dienste Kosten sparen und Silo-Denken für einzelne Sparten beenden. Der Dax-Konzern mit 51.000 Mitarbeitern weltweit stand zuletzt unter Druck, da etwa das Geschäft mit Flüssigkristallen für Smartphone-Displays unter chinesischer Konkurrenz leidet. Merck hatte daher 2018 zum Übergangsjahr erklärt. (dpa)

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