Dippchen, Häibchen, Kacheln

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Lengfeld - Vor genau 35 Jahren wurde das Museum „Sammlung zur Volkskunde in Hessen“ im Alten Rathaus von Lengfeld (Gemeinde Otzberg) eröffnet. Vor 25 Jahren zog die mittlerweile stark angewachsene Sammlung in das Bandhaus der Veste Otzberg. Im Alten Rathaus in Lengfeld wurde dann die Spielzeugabteilung des Museums untergebracht.

Nun ist die Sammlung zur Volkskunde in Hessen in andere Hände übergegangen. Die Familie Tilly betreut das Museum in vorbildlicher Weise. Die Spielzeugabteilung im Alten Rathaus in Lengfeld wurde an das Freilichtmuseum Hessenpark abgegeben.

Da die Räume im Alten Rathaus in Lengfeld leer standen, überlegten sich Gerd J. Grein und Hubert Alles eine neue museale Nutzung des Gebäudes. So entstand der Plan, einen Teilbereich aus der umfangreichen Sammlung zur Volkskunde in Hessen herauszugreifen und in breiterer Weise zu präsentieren. Das „Museum für Odenwälder Volkskultur“ war geboren. Und so wird am Sonntag, 9. August, zwischen 11 und 18 Uhr das Museum eröffnet.

Öffnungszeiten

Das Museum ist in der Folge an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen. Eintritt wird nicht erhoben, Spenden sind willkommen.

Gerd J. Grein und Hubert Alles präsentieren in Lengfeld eine neue Auswahl an Exponaten, die sich mit der Odenwälder Volkskultur beschäftigen und bisher noch nirgends zu sehen waren. Schwerpunkt des Museums ist der Bereich „Speisen und Getränke im Odenwald“. Der größere Teil des Museums befasst sich allerdings mit Keramiken aus dem südhessischen Raum. So sind zum Beispiel Arbeiten aus den Töpfereien in Urberach und Eppertshausen zu sehen. Aber auch ein breites Spektrum an Dippchen, Häibchen und Kacheln aus Bad König, Erbach, Roßdorf, Beerfelden und Spachbrücken sind zu sehen. Der badische und bayrische Odenwald ist durch die Töpferorte Buchen, Schefflenz, Mudau und Bürgstand vertreten.

Ein halbes Jahr hat Gerd J. Grein ganz alleine am Aufbau des Museums gearbeitet und die Vitrinen mit Raritäten aus seinem Magazin in Kleestadt bestückt, denn die Bestände im Museum auf der Veste Otzberg sind tabu. Dies schmerzt jedoch nicht, denn sein Magazin ist nahezu unerschöpflich.

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