Pächterin Natalie Ruf geht ins zweite Jahr / Stadt sehr zufrieden mit ihrer Arbeit

Eine Perle im Spießfeld-Kiosk

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Im „Spießfeld“ geht Pächterin Natalia Ruf - hier beim Servieren im Biergarten - ins zweite Jahr: Verwaltungs- und Magistratsmitglieder der Stadt brachten ihr dazu die besten Wünsche.

Dieburg (mj) ‐  „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Wolfgang Dörr von der Stadt Dieburg über die Pächterin des Kiosks im Dieburger Freizeitzentrum. Vor zwölf Monaten zog Natalia Ruf ins „Spießfeld“ ein, vergangene Woche startete sie ins zweite Jahr.

Zum Jubiläum rückten sowohl Verwaltungs- als auch Magistratsmitglieder an, um ihr die besten Wünsche zu überbringen. Die Erleichterung im Rathaus ist bei der Vorgeschichte des Kiosk zu verstehen: 30 Jahre lang hatte man zuvor einen Pächter, dessen Arbeitsweise und Verhältnis zur Stadt zum Schluss untragbar wurde, so dass man den Vertrag auflösen musste. „Es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht“, blickt Dörr zurück.

Ein nachfolgendes Intermezzo mit einem anderen Pächter währte gerade mal einen Monat. „Und dann kam sie“, sagt der Fachbereichsleiter während sich seine Miene aufheitert. Mit viel Elan und Ideen ging Ruf ans Werk: Es entstand ein neuer Vorplatz und sogar ein kleiner gemütlicher Biergarten. Letzterer wurde sogar mit einem Zaun eingegrenzt und mit Blumenkästen verschönert.

Auch im Winter hat die Gastronomin mit reichlich Sitzgelegenheit im Inneren geöffnet. Dem Engagement von Ruf konnte sich die Stadt als Verpächter nicht entziehen: Regelmäßig rückte der Bauhof in den letzten Monaten an und half beim Umsetzen der Ideen samt Einrichtung mit. Wer die Wandlung von der ehemaligen Trinkhalle zu einem kleinen Ausflugslokal kennt kann sich über die Entwicklung nur wundern. Einziger Wehrmutstropfen ist der seit Jahren bekannte Vandalismus: „Davor haben alle Beteiligten immer ein bisschen Angst, trotzdem lässt sich Ruf von ihrem Engagement nicht abhalten“, sagt Dörr.

„Ich bin zufrieden. Es läuft alles gut und wir haben genug zu tun“, bilanziert die Gelobte. So seien die ersten Monate etwas verhalten angelaufen, da viele Ausflügler noch nicht wussten, dass im Naherholungsgebiet ein neues Konzept vorliegt und alles ordentlicher als früher vonstatten geht.

Ihre Zufriedenheit gründet sie auch auf den regelmäßigen Besuch von bekannten Gesichtern: „Wir haben einen Stammtisch, der ist wichtig“, sagt sie. Abends räumt Ruf mit ihrem Mann alle Stühle, Tische, Bänke und Pflanzen ins Haus, um sie vor Vandalen zu schützen. „Es geht nicht anders. Wenn die Sachen abends draußen stehen und sie jemand kaputt macht wäre das schade aufgrund der Arbeit die drin steckt“, so die Pächterin. Kommen besonders viele Gäste - etwa an Feiertagen - wird sie auch zur Grillmeisterin. Heiße Würstchen, Pommes, Frikadellen, Hausmacher Wurst und Eis gibt es neben einer Vielzahl von Getränken immer.

Obwohl jetzt schon ein Jahr hier, müsse sie sich immer noch an das internationale Flair vor Ort gewöhnen, sagt Ruf. „Ich muss ein bisschen Englisch lernen“, führt sie als eine zukünftige Aufgabe an und erinnert an die Schüler einer italienischen Austausch-Klasse, die heute neben vielen anderen Gästen zu Besuch waren.

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