Enkeltrickbetrüger fordern insgesamt 95.000 Euro

Darmstadt (sef) - Am Montag haben mindestens fünf ältere Menschen Anrufe von so genannten Enkeltrickbetrügerinnen erhalten. Die versuchten Betrügereien verteilten sich über die gesamte Stadt. Insgesamt erbaten die Anruferinnen rund 95.000 Euro, meist für den „plötzlichenKauf einer Wohnung“.

Das teilt die Polizei heute mit und warnt vor weiteren Anrufen. In allen eingangs geschilderten Fällen gelangten die Anruferinnen, die sich je nach Reaktion der Angerufenen als Enkelin oder Nichte ausgegeben hatten, glücklicherweise nicht zum Erfolg. Die Polizei schließt aber nicht aus, dass noch mehr ältere Menschen angerufen wurden.

Daher mahnt die Polizei, bei allen Anrufern, die Geld verlangen, grundsätzlich misstrauisch zu sein. Zunächst sollten Angerufene mit anderen Personen ihres Vertrauens, zum Beispiel auch mit den Beamten des nächsten Polizeireviers, abklären, ob der geschilderte Sachverhalt so wirklich stimmen kann. Auch die Forderung des Anrufers, „dass dies unter uns bleibt“ sollte einen nicht davon abhalten. Auch sollte man sich von Anrufern nicht unter Zeitdruck setzen lassen oder durch eine rührselige Geschichte erweichen.

Es sollte stets überlegt werden, warum der Enkel oder die Nichte nicht persönlich kommt, wenn sie so viel Geld haben möchten?

Die Trickbetrüger haben solche Szenarien eingeübt. Sie haben für alle Ihre geäußerten Bedenken eine passende Erklärung und immer wieder eine neue Geschichte auf Lager. Und: Sie haben nicht die geringsten Skrupel, einen älteren Menschen um sein Erspartes zu bringen.

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