Ex-Hassianer schockt SC in der Schlussminute

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Marcel Kampka (links) und Alex Hausmann vom SC Hassia II sehen sich hier Lukas Kret gegenüber. Der traf in der Schlussminute zum 1:0 für die FSV Münster.

Dieburg (jd) ‐  Am späten Sonntagnachmittag stand fest: Der SC Hassia Dieburg II wird auch in der Saison 2011/2012, die im August beginnt, in der Fußball-Kreisliga B spielen. Als um 15 Uhr die Partie gegen die FSV Münster mit einer 0:1-Heimniederlage endete, war das aber noch nicht ganz sicher gewesen.

Denn einige Partien wurden erst später ausgetragen. Umso ärgerlicher war zu diesem Zeitpunkt der Gegentreffer in der Schlussminute, der zur Pleite geführt hatte. Dabei hatte der Sportclub den Münsterern, die noch Meister werden können, über die gesamte Spielzeit hinweg Paroli geboten. Die Freie Sportvereinigung hatte nach dem Anfangsdruck der Dieburger zwar mehr vom Spiel und ein leichtes Plus an Möglichkeiten, doch ernsthaft gefordert wurde Dieburgs Torwart-Routinier Holger Sauerwein selten.

In Halbzeit zwei trat Münster erneut nicht wie eine Mannschaft auf, die mit aller Macht in die A-Liga strebt. Murat Idrissis Versuch wurde auf der Torlinie geklärt (64. Spielminute), dann vergab die FSV eine ihrer wenigen klaren Chancen (67.). In dieser Phase des Spiels verteilte der kleinliche Unparteiische viele gelbe Karten, einen Platzverweis sollte es aber nicht geben. Im zweiten Abschnitt agierten die Dieburger zudem ohne Sven Hajok, der in der Pause hinausging, um später noch etwas Kraft für einen Kurzeinsatz in der ersten Mannschaft zu haben.

Aufstellung SC Hassia II: Holger Sauerwein - Bernhard Berz, Michael Hahn, Marco Jakob - Marten Kalmbach, Alex Hausmann, Marcel Kampka, Sven Hajok, Matthias Friedrich - Lukas Freudl, Serkan Cakir (M. Idrissi, Serhat Kaya)

Doch auch unter diesem Vorzeichen blieb das Team von Walter Markl dem Favoriten ebenbürtig. Pech hatte Münster bei einem Pfostenschuss (80.), zuvor klärte Sauerwein einmal brillant (77.). Marco Jakob hätte für das 1:0 der Hassia sorgen können, scheiterte aber nach 82 Minuten am großartig reagierenden FSV-Schlussmann Maik Wischnewski. Der hatte in der Jugend noch in Dieburg im Tor gestanden - ein anderer ehemaliger Hassianer sollte dann aber die Partie in der Offensive entscheiden: Lukas Kret erzielte per Kopf unter Sauerwein hindurch das zu diesem Zeitpunkt etwas glückliche 1:0 für Münster.

Ein hässliches Foul in der Nachspielzeit brachte schließlich noch eine Verletzung bei Michael Hahn mit sich, der den Blau-Weißen im letzten Saisonspiel beim 1. FC Niedernhausen wohl fehlen wird. Für Dieburg geht es um nichts mehr, Niedernhausen wäre mit einem Sieg Meister und Aufsteiger in die A-Liga. Münster ginge in die Aufstiegsrelegation, sofern es sein Heimspiel gegen die TG Ober-Roden II gewinnt.

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