Bislang sechs Strafanzeigen

Falsche Wohnungsanzeigen: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Darmstadt - Derzeit beschäftigen sich die Ermittler der Darmstädter Kriminalpolizei mit bislang sechs Strafanzeigen wegen falschen Wohnungsinseraten, die in den vergangenen Tagen erstattet wurden.

Die Betrüger locken ihre Opfer zielgerichtet durch das Einstellen von Wohnungsanzeigen auf Wohnungsbörsen im Internet an. Hier werden möblierte Wohnungen zu günstigen Mietpreisen auf bekannten Wohnbörsen im Internet angeboten. Nach Kontaktaufnahme antwortet ein vermeintlicher Vermieter, doch dieser spricht nur Englisch und gibt vor, im Ausland zu leben. Für eine Besichtigung schlägt er dann die weitere Abwicklung über das Buchungsportal Airbnb vor.

Die Opfer erhalten dann eine gefälschte Email von einem vermeintlichen Airbnb-Mitarbeiter. In dieser Email erfolgt die Zusage, dass eine Schlüsselübergabe erfolgen soll - Voraussetzung ist immer die Vorauszahlung einer Kaution in Höhe von mehreren Kalt- beziehungsweise Warmmieten. Nach erfolgter Überweisung der geforderten Beträge in das Ausland bricht dann der Kontakt plötzlich ab und das Geld ist weg.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Was steckt hinter den Makler-Beschreibungen?
"Lage in aufstrebendem Viertel" oder "Wohnanlage mit viel Entwicklungspotenzial": In ein paar Jahren mag es hier wunderbar sein. Doch jetzt rollen hier Bagger und Lkws – und danach wird das Leben teurer.
"Lage in unberührter Natur": Ideal für meditative Einsiedler, die von den Früchten der Erde leben wollen. Wer jedoch arbeiten, einkaufen oder auch mal zum Arzt muss, braucht unbedingt ein Auto. Zudem wird der Weiterverkauf der Immobilie schwierig.
"Verkehrsgünstig gelegen": Im Extremfall ist vor der Haustür der Hauptbahnhof mit dem entsprechenden Milieu. Oder es führt vor dem Gebäude eine Hauptverkehrsstraße und hinter dem Garten eine viel befahrene Eisenbahnstrecke vorbei.
"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Deshalb warnt die Polizei vor „auffallend günstigen Mietpreisen“, die sich preislich zu deutlich von anderen Anzeigen unterscheiden. Denn kein seriöser Vermieter verlange eine Vorauszahlung, ohne ein vorheriges Treffen, vermeldete die Polizei. Bei Ungereimtheiten bitten die Polizei darum, sich bei einer örtlichen Polizeidienststelle zu melden, um gegebenenfalls Anzeige zu erstatten. (lahe)

Rubriklistenbild: © dpa

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