Getunnelte Löschangriffe

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Im Anschluss an die Löschübung müssen die Feuerwehrknoten richtig angelegt werden.

Reinheim (sek) ‐ Körperliche Fitness, Ausdauer und Teamarbeit sind Eigenschaften, die die Einsatzkräfte der Feuerwehren bei ihrer Arbeit benötigen. Genau wie die „Großen“ der Einsatzabteilung diese Voraussetzungen beachten sollten, gelten diese auch für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Beim Kreisentscheid im Bundeswettbewerb der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg konnten die Nachwuchsbrandschützer ihr Können im Sportzentrum Reinheim eindrucksvoll präsentieren. Die teilnehmenden Jugendfeuerwehren kamen aus Semd, Babenhausen, Hergershausen, Langstadt und Dieburg. Prominente Gäste waren unter anderem Landrat Klaus Peter Schellhaas und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Dieter Pabst, die vom Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick. In seiner Ansprache hob Schellhaas die gesellschaftliche Verantwortung der Feuerwehr hervor. Als Jugendlicher nahm der stellvertretende Kreisbrandinspektor selbst an solch einem Wettbewerb teil und konnte damit die Hingabe der jungen Feuerwehrleute besonders nachvollziehen.

Im Rahmen der sportlichen Aktivität brachten die Jugendlichen ihr feuerwehrtechnisches Wissen ein. Ihre Aufgabe bestand darin, einen Löschangriff, der über einen fiktiven Bahndamm, einen aufgebauten Tunnel und andere Hindernisse erschwert wurde, aufzubauen. In der Feuerwehrsprache nennt man dies den „Wasserweg“. Dabei war neben Teamgeist, der richtigen Anwendung des in der Jugendfeuerwehr Gelernten auch Schnelligkeit gefragt. Neben den Betreuern der teilnehmenden Jugendfeuerwehren begutachteten unabhängige Prüfer aus anderen Wehren, ob das Zusammenspiel von Einsatztechnik, Gruppenarbeit und Schnelligkeit funktionierte.

Fitness und Teamwork sind der Schlüssel zum Erfolg

Als weiteren sportlichen Höhepunkt gab es einen Staffellauf mit feuerwehrspezifischen Aufgaben, wie das Schlauchaufwickeln, das Anschließen eines Strahlrohres oder das Stopfen eines Leinensacks. Aufgrund der bunten Mischung aus verschiedenen Altersstufen und körperlicher Fitness ist die Zusammenarbeit in der Gruppe besonders wichtig, um sich auf die anderen verlassen zu können. Nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft ist die Arbeit der Feuerwehr von großer Bedeutung.

Deshalb sollen die Jugendlichen hierbei lernen, für Andere Verantwortung zu übernehmen, so Johannes Hucke und Dennis Kotzian vom Kreisjugendfeuerwehrverband Darmstadt-Dieburg. Toleranz, Teamfähigkeit und Gemeinschaftssinn stehen dabei im Vordergrund.

Nach der Auswertung der Ergebnisse landete die Jugendfeuerwehr Semd auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von der Jugendfeuerwehr aus Dieburg. Auf dem dritten Platz landete die Jugendfeuerwehr Hergershausen und Rang vier belegte die Jugendfeuerwehr Babenhausen. Platz fünf ging an die Jugendfeuerwehr Harpertshausen/Langstadt.

Der erste Platz qualifiziert direkt für den Landesentscheid und die Plätze zwei bis vier für den Südhessenentscheid.

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