Ergebnisse zur Wahl

Grünen-Politiker Partsch bleibt Oberbürgermeister in Darmstadt 

+

Darmstadt  - Jochen Partsch von den Grünen bleibt in Darmstadt Oberbürgermeister. Der 54-Jährige erhielt bei der Direktwahl am Sonntag auf Anhieb 50,4 Prozent der Stimmen.

Herausforderer Michael Siebel (SPD) erreichte 16,7 Prozent und lag mit deutlichem Abstand hinter ihm. Insgesamt waren neun Kandidaten angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,9 Prozent. Es gab fast 116.000 Wahlberechtigte. Für Partsch ist es die zweite Amtszeit. Sein Erfolg vor sechs Jahren war historisch. Er löste Amtsinhaber Walter Hoffmann (SPD) ab. Bis dahin hatte nach dem Zweiten Weltkrieg in Darmstadt immer die SPD den Oberbürgermeister gestellt.

"Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, habe es aber erhofft", sagte Partsch zu seinem Erfolg gleich im ersten Wahlgang. Er hoffe, dass in Darmstadt auch weiterhin über "komplexe Themen in einer sachlichen und fairen Art" diskutiert werden könne. Siebel hatte im Wahlkampf noch die Unterstützung des SPD-Chefs und Kanzlerkandidaten Martin Schulz bekommen. "Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden", sagte Siebel. "Ich hätte mir gewünscht, in die Stichwahl zu kommen." Sie war für den 2. April vorgesehen gewesen. Der 59-Jährige ist Stadtverordneter in Darmstadt und Landtagsabgeordneter in Wiesbaden.

In der Stadtverordnetenversammlung in Darmstadt arbeiten Grüne und CDU in einer Koalition zusammen. Seit das Bündnis bei der Kommunalwahl 2016 die Mehrheit verlor, wird sie von der Fraktion Uffbasse toleriert. Die CDU hatte für diese Oberbürgermeisterwahl keinen eigenen Kandidaten aufgestellt, sondern Partsch unterstützt. "Das war eine gute Entscheidung", kommentierte der Sieger das Ergebnis. Nach Darmstadt wählt dieses Jahr noch Offenbach einen Oberbürgermeister und 2018 dann Frankfurt. Kürzlich hatte Kassel einen neuen OB gewählt. Anfang März war dort der SPD-Politiker Christian Geselle schon im ersten Wahlgang zum Nachfolger von Bertram Hilgen (SPD) bestimmt worden. Hilgen hatte nach zwei Amtszeiten auf eine weitere Kandidatur verzichtet. In Kassel waren sechs Kandidaten angetreten. (dpa)

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Kommentare