Viele kommen in die Kapelle / Pfarrer Herbert Wendt zu Gast in seiner alten Heimat

Jäger feiern Hubertusmesse

Die „Reiterlichen Jagdhornbläser Maingau“ bliesen ganz traditionell auf der Hubertus-Messe in der Kapelle des St. Josephs-Hauses. - Foto: Bernauer

Klein-Zimmern - Bis auf den letzten Platz war die Kapelle des St. Josephs-Hauses am Freitagabend bei der Hubertusmesse besetzt. Von Ulrike Bernauer

Viele Gläubige aus Klein- und Groß-Zimmern besuchten diese besondere Messe, die von Pfarrer Christian Rauch und seinem Konzelebrenten Pfarrer Herbert Wendt gehalten wurde, der wieder einmal zu Gast in seiner alten Heimat war.

Seine Predigt leitete Rauch mit Kindheitserinnerungen ein. Mit seiner Großmutter habe er sehr gern gesungen, unter anderem auch das Lied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“. Sein Herzblut habe immer dem armen Kuckuck gehört, der vom „bösen“ Jägersmann erschossen wird. „So einfach ist die Welt der Kinder“, erklärte Rauch. als Erwachsener müsse man das differenzierter betrachten. Er nahm jeden einzelnen Gläubigen für den Zustand der Welt und der Schöpfung in die Verantwortung. „Einen guten Christen erkennt man am Einkaufswagen“, so Rauch in seiner Predigt. „“Wir haben den Auftrag, die Schöpfung zu behüten und das zeigt sich auch daran, ob ich Billigfleisch oder Fleisch von Tieren, die gut gehalten wurden, in meinen Einkaufswagen lege.“

Walter Angermeier sprach die Fürbitten für die Jäger. „Immer wieder geraten Jäger in die Kritik“, führte Angermeier aus. „Wir Jäger glauben auch an die Schöpfung, aber Überfluss ist nicht immer gut.“ Damit meinte Angermeier unter anderem die Wildschweine, die sich inzwischen sogar in Hausgärten herumtreiben. Musikalisch wurde die Messe vom Klein-Zimmerner Gesangverein unter Leitung von Larissa Förderer umrahmt und von den „Reiterlichen Jagdhornbläsern Maingau“, die die Messe zu einem besonderen Erlebnis machten.

Viel Beifall erntete Petra Palm-Hantke, Kopf der Bläsergruppe, als sie am Ende der Messe Pfarrer Rauch eine Flasche Jägermeister überreichte. „Als Dank für den schönen Gottesdienst und mit dem Sankt Hubertus ist die Flasche auch geschmückt.“

In der Cafeteria des St. Josephs-Hauses wartete auf die Gläubigen nach dem Gottesdienst noch ein Imbiss, der für viele Gespräche genutzt wurde.

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