Jugendarbeit: Mehr Blauröcke in Einsatzabteilungen

Semd - Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr (KJF) konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick mit Stolz verkünden, dass die gute Arbeit der Jugendfeuerwehren in den vergangenen Jahren dazu geführt hat, dass die Mitgliederzahlen der Einsatzabteilungen durch Übergänger aus der Jugendabteilung leicht angestiegen sind.

Ohne die ehrenamtliche Jugendarbeit von Ausbildern in den einzelnen Feuerwehren des Landkreises, die im vergangenen Jahr die beeindruckende Zahl von mehr als 60 000 Stunden Jugendarbeit und Ausbildung unentgeldlich geleistet haben, würde das Fundament des ehrenamtlichen Brandschutzes bröckeln, da mehr als 95 Prozent der aktiven Feuerwehrleute der heutigen Einsatzabteilungen selbst Mitglied in einer Jugendfeuerwehr gewesen sind.

Die Jugendfeuerwehr Schneppenhausen wurde als Vorbild dafür ausgezeichnet, dass sie im vergangenen Jahr gleich elf Jugendliche in die Einsatzabteilung übernehmen konnte. In seiner Begrüßungsrede musste Feick leider feststellen, dass die Mitgliederzahlen der 68 Jugendfeuerwehren im Landkreis Darmstadt-Dieburg leicht rückläufig sind.

In Zukunft muss alles dafür getan werden, diesen leichten Abwärtstrend zu stoppen. Dies gelang der JF Heubach in besonders hohem Maße: Sie konnte sich über 13 Neuzugänge im Jahr 2008 freuen und wurde dafür ausgezeichnet.

Ein Schwerpunkt der Arbeit wird in den nächsten Jahren auf die Mädchenarbeit gesetzt werden, um den Anteil der Mädchen und Frauen in den Feuerwehren zu erhöhen. Die bundesweit beachtete Kampagne „Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr“ wird erweitert und fortgeführt, um aktiv Werbung zu betreiben.

Besonders stolz konnte der Kreisjugendfeuerwart verkünden, dass das erstmal durchgeführte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bei fünf Feuerwehren im Landkreis ein voller Erfolg ist. Das bundesweite Pilotprojekt „FSJ in der Feuerwehr“ wurde innerhalb von 15 Monaten gemeinsam mit dem Hessischen Innen- und Sozialministerium, dem Landesfeuerwehrverband und vielen anderen Stellen geplant, organisiert und umgesetzt. Das Projekt FSJ wird am 1. September seine Fortsetzung finden. Obwohl noch keine Stellen ausgeschrieben sind, liegen hessenweite Bewerbungen vor, was für das große Interesse an einem FSJ bei der Feuerwehr spricht.

Landrat Alfred Jakoubek und die anwesenden Gäste Andreas Storm (parlamentarischer Staatssekretär), Gottfried Milde (MdL) sowie Marita Keil (Kreistagsfraktion CDU) lobten in ihren Grußworten die innovativen Ideen des Kreisjugendfeuerwehrausschusses, welcher im Laufe der Versammlung neu gewählt werden musste.

Die hervorragende Arbeit der scheidenden Kreisjugendfeuerwehrausschussmitglieder wurde von Manuel Feick mit persönlichen Abschiedsworten und Ehrungen für jeden Einzelnen gewürdigt.

Die Floriansmedaille in Gold bekamen Thomas Ballstein, Sven Blümlein sowie Daniel Ganz von Landesjugendfeuerwehrwart Stefan Cornel verliehen. Die silberne Ausführung durften sich Sven Blümlein, Eric Lubenau und Immanuel Czwalina anstecken lassen. Dirk Heinrich und Frank Hippich konnten sich über die Auszeichnung mit der Ehrenmedaille der Kreisjugendfeuerwehr freuen.

Eine Auszeichnung seitens der Kreisjugendfeuerwehr durfte Patricia Lips entgegennehmen: Mit einer Wandkachel der KJF bedankte sich Feick für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung mussten viele Positionen im Kreisjugendfeuerwehrausschuss neu besetzt werden. Die Versammlung bewies, dass sie vollstes Vertrauen in die neuen Mitglieder des Ausschusses hat: Alle Mitglieder wurden zu 100 Prozent mit Ja- Stimmen gewählt.

KJF-Wart Manuel Feick wird sein Team für die nächsten drei Jahre weiter leiten und motivieren, die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger weiterzuführen. Ihm zur Seite stehen ihm die Stellvertreter Jochen Strebelow und Frederik Schmitt.

Die Kasse wird von Thomas Luibrand verwaltet, als Schriftführer wurde Florian Gebhard gewählt. Für den reibungslosen Ablauf von Lehrgängen und Seminaren ist Carina Hoeft verantwortlich. Mädchenarbeit und die Leitung des Kreisjugendforums obliegt weiterhin Bettina Klein. Die Präsentation der KJF in der Presse und Öffentlichkeit liegt in den Händen von Annette Stoll, während für die Durchführung und Organisation der Wettbewerbe in den nächsten Jahren Jens Riede verantwortlich sein wird. Die Bezirke werden durch Steffen Dieter (Bezirk 1), Christian Karn (2), Jan Buhmann (3), Jan Heckele (4), Maurice Sports (5) und Markus Stelter (6) im Kreisjugendfeuerwehrausschuss vertreten.

Mit der Weiterführung der Zukunftskampagne und vielen weiteren Aktionen wird die Kreisjugendfeuerwehr auch in Zukunft für vorbildliche und zukunftsweisende Jugendarbeit stehen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare