Klaus-Peter Schellhaas: „Rucksack ist geschnürt“

Darmstadt-Dieburg - (db) Bei einem politischen Frühschoppen im historischen Rathaus in Pfungstadt eröffnete gestern der Erste Kreisbeigeordnete Klaus-Peter Schellhaas (SPD) offiziell den Wahlkampf um das Amt des Landrates des Landkreises Darmstadt-Dieburg, der am 26. April gewählt wird. Unterstützung für den derzeitigen stellvertretenden Landrat kam dabei auch aus Berlin.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die Schellhaas seit vier Jahren persönlich kennt, lobte seine bisher geleistete Arbeit und sein Engagement auch schwierige Dinge anzupacken. Den optimistischen Erwartungen an Klaus-Peter Schellhaas fügte Landrat Alfred Jakoubek (SPD) einen Tropfen Realität hinzu und appellierte: „Gewonnen haben wir erst in zehn Wochen. Bis dahin gilt es geschlossen, Schulter an Schulter, für unsere Ziele und unseren Kandidaten zu kämpfen.“ Jakoubek bescheinigte Schellhaas ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, die Fähigkeit auf Menschen zuzugehen, und deren Probleme ernst zu nehmen. „Dies sind Schlüsselfunktionen eines Landrates, der sieben Tage die Woche präsent sein muss“, bekräftigte Jakoubek.

Geschlossenheit demonstrierte die SPD bereits durch die lange Liste der anwesenden Bürgermeister und Ortsvereinsmitglieder. Darunter auch der Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann (Grüne) und Brigitte Tesch (Freie Wähler). Die Grünen, die selbst keinen Kandidaten stellen, bekennen sich mehrheitlich zu Schellhaas, ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit.

Für die Zukunft legte der Erste Kreisbeigeordnete seine politischen Schwerpunkte auf die Themen Schule und Bildung, Familie sowie Wirtschaft und Infrastruktur. Schellhaas betonte, dass der viertgrößte Landkreis in Hessen in allen Belangen gut aufgestellt sei. Gleichwohl gelte es, das hohe Niveau zu erhalten, und weiter auszubauen. Dabei führte er als Beispiel das 120 Millionen Euro schwere Schulbauprogramm an, welches sowohl die Ausstattung, als auch die Rahmenbedingungen an Schulen, sei es Schulsozialarbeit, der Ausbau von Ganztagsschulen oder die Mittagessenversorgung, verbessern soll.

„Investitionen in Kinder und Bildung sind immer die Besten“, betonte Schellhaas, der durch seine zwei Jahre als Kreisbeigeordneter vor allem in den Bereichen Familie und Gesundheit bereits Erfahrungen gesammelt hat. Daher fördere er die Bereitsstellung wohnortnaher Betreuungsangebote für Kinder jeden Alters.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung, will sich Schellhaas für effektive und bedarfsgerechte Altenpflege einsetzen. Er erwähnte ausdrücklich die Priorität der Erhaltung des Groß-Umstädter Krankenhauses.

Im Bezug auf Weiterentwicklungen der Infrastruktur skizzierte der ehemalige Bürgermeister aus Modautal die bisherigen Ergebnisse seiner Partei, wie etwa die Umgehungsstraße in Reinheim. Er beteuerte, diese Richtung weiter gehen zu wollen und gab sich zuversichtlich hinsichtlich des Ausbaus der Darmstädter Nord-Ost-Umgehung, die für die Bürger aus dem Kreis „eine wichtige infrastrukturelle Lebensader darstellt“.

Aber auch die Verzahnung unterschiedlicher Planungsbereiche wie etwa die Senioren und Sozialplanung mit der Nahverkehrs- und Verkehrsplanung sowie der Jugendhilfeplanung speziell unter dem Aspekt der Barrierefreiheit müsse weiter ausgebaut werden. Doch nicht nur der Kreistag investiere in zukunftsweisende Entwicklungsprojekte, auch die im Kreis ansässigen Firmen und Betriebe wie Procter & Gamble in Weiterstadt oder das Lufthansaschulungszentrum in Seeheim-Jugenheim mobilisierten Millionen für den Wirtschaftsstandort Darmstadt-Dieburg zum Erhalt von Arbeitsplätzen und ihrer Standorte. Dies sei ein Beleg für das positive Wirtschafts- und Investitionsklima im Landkreis. „Der Rucksack ist geschnürt. Ich kenne die Menschen im Kreis und ihre Sorgen und Ansprüche“, gab sich Schellhaas selbstbewusst, der sich zudem offen und gewillt zeigte, seine politischen Ziele auch über Parteigrenzen hinaus anzupacken. Als erste Aufgabe in seinem neuen Amt sieht Schellhaas, den Dialog mit den 23 Bürgermeistern im Kreis zu suchen, denn für ihn gilt: „Gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern möchte ich unseren Landkreis in eine sichere Zukunft führen“.

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