Verstärkte Kontrollen in der „fünften Jahreszeit"

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Darmstadt-Dieburg - Eigentlich nichts Neues. Aber doch immer wieder ein Thema, insbesondere in der fünften Jahreszeit: Alkoholgenuss und Autofahren. Mancher nimmt das Thema aber nicht so ernst und gefährdet nicht nur seinen Führerschein, sondern setzt auch die Gesundheit und das Leben anderer Menschen leichtfertig auf´s Spiel.

Das weiß auch die Polizei in Südhessen. Sie macht auch keinen Hehl daraus, dass verstärkt während der „tollen Tage“ auf den Straßen kontrolliert wird. Deshalb appellieren die Beamten an alle, die feiern und auf Alkohol nicht verzichten wollen, das Auto stehen zu lassen. Statt dessen solle auf öffentliche Verkehrsmittel und Taxis zurück gegriffen werden. Eine weitere Alternative: Sich mit Freunden oder dem Partner absprechen, wer auf Alkoholgenuss verzichtet und deshalb das Auto sicher nach Hause steuern kann.

Die Polizei weist auf die möglichen Konsequenzen hin:

- ab 0,3 bis unter 0,5 Promille: Noch nicht strafbar, so lange beim Fahrzeugführer keinerlei Anzeichen für eine Fahrunsicherheit vorliegen. Aber Vorsicht: Gibt es Anzeichen für eine Fahruntüchtigkeit oder kommt es gar zu einem Verkehrsunfall, sieht es ganz anders aus. Dann drohen auch unter dieser Grenze sieben Punkte im Verkehrszentralregister, eine Geld- oder Freiheitsstrafe und der Führerscheinentzug.

- ab 0,5 Promille: 500 Euro, vier Punkte, ein Monat Fahrverbot. War der Betroffene schon einmal oder mehrere Male auffällig, drohen bei Eintragung von bereits einer Entscheidung 1.000 Euro Geldbuße, vier Punkte und drei Monate Fahrverbot. Bei einer Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen 1.500 Euro Geldbuße, vier Punkte und drei Monate Fahrverbot.

- ab 1,1 Promille: Absolute Fahruntüchtigkeit und damit eine Straftat. Geldstrafe oder Freiheitsentzug, zusätzlich sieben Punkte, Entzug der Fahrerlaubnis. Hinzu kommen die Verfahrenskosten und die Kosten für die Beantragung einer neuen Fahrerlaubnis.

Das sind aber lediglich die verkehrsrechtlichen Folgen. Zivilrechtliche Maßnahmen kommen meist noch zusätzlich in Betracht, zudem kommen Schadens- und Regressforderungen von Betroffenen oder der eigenen Kraftfahrzeugversicherung hinzu.

Für manchen, wie Berufskraftfahrer oder andere Personen, die auf die beruflich auf die Nutzung eines Kraftfahrzeugs angewiesen sind - steht daher auch der Arbeitsplatz auf dem Spiel.

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