Kreisspitze behält Führungstrio

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Klaus Peter Schellhaas - im Bild bei seiner Amtseinführung am Montag im Kreistag - ist ab dem 1. Oktober der Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg.

Darmstadt-Dieburg - Nach der Vereidigung von Klaus Peter Schellhaas (SPD) zum Nachfolger des scheidenden Landrats Alfred Jakoubek Anfang dieser Woche steht die nächste wichtige Personalie auf der Tagesordnung der Kreis-Politik: Schellhaas nun vakanter Posten des Ersten Kreisbeigeordneten muss wiederbesetzt werden; die Bildung eines 15-köpfigen Wahlvorbereitungsausschusses haben die Kreistagsmitglieder bereits beschlossen. Von Barbara Hoven

Er wird sich am 8. Oktober zur konstituierenden Sitzung treffen. Zum 1. Januar 2010 soll die hauptamtliche Dreierspitze der Kreisverwaltung dann wieder komplett sein.

Der kurz vor der Kreistagssitzung am Montag eingebrachten Forderung der CDU unterdessen, aus der Dreier- eine Zweierspitze zu machen, erteilte die Mehrheit ein Absage. Um „mit Blick auf die aktuelle prekäre finanzielle Situation der Kommunen“ Kosten zu sparen, so hatte die größte Oppositionspartei ihren Vorschlag begründet, solle die Verwaltung künftig auf die Stelle des zweiten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten verzichten. Der derzeitige Inhaber dieses Amtes, der Grüne Christel Fleischmann, könne ja zum Ersten Beigeordneten aufsteigen. Hauptziel dieses Vorschlags sei es, eine Erhöhung der Kreisumlage zu verhindern. „Damit würden wir für konsequentes Sparen Flagge zeigen“, so Karin Neipp, die Kreistagsfraktionsvorsitzende der CDU, in einer Pressemitteilung.

„Die Materie wiedermal nicht verstanden“

Der Konter von SPD, Grünen und Freien Wählern ließ nicht lange auf sich warten. Der CDU-Vorstoß sei populistisch, die Besetzung der Verwaltungsspitze schließlich „keine flexible Größe, die man je nach Kassenlage erhöhen oder senken kann“, teilte die Kreis-Koalition mit. Die zweite hauptamtliche Beigeordnetenstelle sei „kein Luxus, den man sich in guten Zeiten gönnt, sondern für eine zukunftsweisende und verlässliche Politik bei immer komplexer werdenden Aufgaben notwendig“. Beispielsweise für das Mammutprogramm im Schulbereich, die Umstrukturierung der Kreishäuser und den Ausbau der präventiven Sozialpolitik. Wenn die Opposition etwas anderes behaupte, so demonstriere sie, „wieder einmal die Materie nicht verstanden“ zu haben.

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Einen ausführlichen Bericht über die offizielle Amtseinführung des künftigen Landrats Klaus Peter Schellhaas lesen Sie hier.

Informationen zum Abschied des noch amtierenden Landrats Alfred Jakoubek finden Sie hier.

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