Lebenslang gefordert

Messerattacke auf Ex-Freundin

Darmstadt - Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Haftstrafe für einen 47-Jährigen, der durch eine Messerattacke seine Ex-Freundin umgebracht haben soll.

Für den Mord an einer zweifachen Mutter hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt eine lebenslange Haftstrafe für einen 47-Jährigen gefordert. "Es ist wie ein Puzzle-Spiel gewesen. Jetzt sind alle Teile da, um den Angeklagten zu überführen", sagte Staatsanwalt Sebastian Zwiebel heute bei seinem Plädoyer vor dem Landgericht.

Die Anklagebehörde hält den Mann für schuldig, seine 35 Jahre alte Ex-Freundin im April 2010 in deren Haus in Lautertal-Elmshausen mit mindestens fünf Stichen in die rechte Halsseite getötet zu haben. Das Motiv für die Tat sei, dass die Frau von Betrügereien des Mannes gewusst und viel Unterhalt für die gemeinsamen Kinder gefordert habe.

Tat bis zuletzt abgestritten

Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch. Der Mann habe keinen Grund gehabt, die Mutter seiner Kinder zu töten. Ein Urteil in dem Indizienprozess soll an diesem Freitag, 28. September, verkündet werden.

Der 47-Jährige hatte die Tat bis zuletzt abgestritten. Zur Mordzeit sei er in einem Hotel im 300 Kilometer entfernten Recklinghausen gewesen. Die Staatsanwaltschaft glaubte diesen Angaben nicht: Der Mann habe das Hotel in der Nacht heimlich verlassen, sei zu seiner Ex-Freundin gefahren und habe sie getötet. Danach sei er zurück ins Hotel geeilt, um ein Alibi vorweisen zu können.

Die Verteidigung begründete die Forderung nach Freispruch damit, dass der Angeklagte immer wieder zu Geld gekommen sei und sich nie um die Unterhaltszahlungen an seine Ex-Freundin gedrückt habe.

dpa

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