Der Dieburger Peter Haust stellt derzeit in Groß-Umstadt aus

Lichtbildner, Photograph

Peter Haust (links) sagt Danke für die Unterstützung seiner Freunde, die ihm zur ersten Ausstellung verholfen haben. Rechts im Bild Laudator Martin Konietschke.

Groß-Umstadt - (bea)   Lanzarote, Teneriffa, Kreta, Fuerteventura, Farö, Griechenland oder Glückstadt - was haben all diese Orte gemeinsam? Man könnte auf Urlaub tippen, wäre da nicht Glück-stadt, das mit den meist südlichen Inseln doch wenig zu tun hat. Sie hängen zurzeit abgelichtet auf Fotos in der Groß-Umstädter Säulenhalle, meisterhaft fotografiert von dem Dieburger Photographen Peter Haust.

Bei der Vernissage kann man die Bilder kaum in Ruhe betrachten, so voll ist es in Umstadts Ausstellungshalle. Auch viele Dieburger sind gekommen, um die erste Ausstellung des Berufsphotographen zu sehen.

„Einen Berufenen“, nennt ihn Martin Konietschke, ebenfalls Dieburger, ein Freund und als Bildhauer auch künstlerisch tätig, er hält die Laudatio. Urlaubsfotos habe Peter Haust „geknipst“, aber bei ihm „gerinnen sie zu Poesie“, sagt Konietschke. „Den Unterschied macht ein sich Bücken und ein sich Strecken, bis das Eisenrohr die Mauerkrone bricht und die Stromleitung nicht mehr beziehungslos im Himmel hängt, sondern zur Bilddiagonale geworden ist.“

28 großformatige Fotos laden im großen Raum der Säulenhalle zum Betrachten und Verweilen ein. Da sind die zerfledderten Bananennetze auf den Kanarischen Inseln, die im Wind wehen und dem Titel der Ausstellung, „Mit Licht gemalt“, absolut gerecht werden. Da sind Landschaftsaufnahmen, die nur aus Licht und Schatten bestehen, einige Hügellinien, durchbrochen von einer Palmengruppe, bestechend in ihrer Einfachheit und Ruhe. „Ein aufmerksamer Beobachter ist Peter Haust und er fotografiert mit Ruhe und Bedacht“, sagt Konietschke. „Er ist keiner, der vor seinem Motiv herum hüpft wie ein wild gewordener, italienischer Operettenfriseur um sein haariges Kunstwerk.“

In seinem Berufsalltag fotografiert der Dieburger für ein renommiertes Werbestudio - Teppiche, Gardinen, Küchen, alles, was mit Wohnen zu tun hat. Seit 33 Jahren übt er diesen Job aus und hatte nie Ambitionen zu künstlerischen Höhenflügen verspürt. „Freunde haben mich gedrängt, doch mal eine Ausstellung zu machen“, sagt Haust. Verkaufen wollte er seine Werke ursprünglich auch nicht, aber eine Ausstellung kostet Geld.

Ob er es jetzt bereut, an die Öffentlichkeit gegangen zu sein? „Ich bereue es nicht. Es war richtig gut“, sagt der Photograph  - auf diese Schreibweise legt er übrigens wert, die Übersetzung für Photographie ist ja auch Lichtbild.

Noch bis Sonntag, 25. Oktober, sind seine Photographien in der Säulenhalle des Rathauses zu sehen. Die Öffnungszeiten sind freitags von 16 bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Samstags und sonntags kann man auch mit Peter Haust ins Gespräch kommen, an diesen Tagen ist er in der Säulenhalle anwesend.

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