Prototyp aus Kunststoff

Mehrwegsystem für Kaffeebecher: Darmstadt kämpft gegen Müll

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 Tom Philipps, Professor am Institut für Innovation und Design an der Hochschule Darmstadt, hält den Protoyp eines wiederverwendbaren Kaffeebechers aus thermoplastischem Kunststoff (Polypropylen) in der Hand.

Darmstadt - Mit einem Mehrwegsystem für Kaffeebecher will Darmstadt vom Frühjahr 2019 an Müll vermeiden. Die Becher sind aus thermoplastischem Kunststoff (Polypropylen).

Dieser habe sich als ökologische vorteilhaft erweisen, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule Darmstadt (h_da) zur Vorstellung des Prototypen am Freitag. Eine Version aus Keramik soll folgen. Die Becher samt wiederverwertbarem Deckel könnten für eine Pfandmarke gekauft und dann entweder in einem Geschäft zum Spülen abgegeben oder wiederbefüllt werden. Das Studierendenwerk, eine Bäckerei-Kette und einige Cafés wollen bereits mitmachen, weitere Teilnehmer werden gesucht. Die Pfandmarke soll etwa fünf Euro kosten.

Durchschnittlich 34 Coffee-to-go-Einwegbecher verbraucht der Mitteilung zufolge jeder Darmstädter im Jahr. Damit entstünden mehr als fünf Millionen Becher Müll pro Jahr. Ziel des Projekts von Hochschule und Stadt sind mindestens 20 Prozent weniger Einwegbecher. Das entspräche mehr als 100 000 Bechern oder zwölf Tonnen Müll. Das Mehrweg-System soll unter ökologischen Gesichtspunkten überzeugen, über das Design aber auch Genuss und Gefühle ansprechen. Fünf senkrechte Lamellen erinnern an den Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe.

Neue Kaffeemaschinen denken mit

Die Idee zu dem Becher stammt von Studierenden, entwickelt wurde er von Industriedesignern um Tom Philipps vom Institut für Innovation und Design. Für die ökologische Bilanz sei neben optimalen Herstellungs- und Spülprozessen auch die Zahl der Umläufe der Becher wichtig. Diese Faktoren will die Hochschule fortlaufend überwachen und das System so ständig verbessern. (dpa)

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