Verkaufserlaubnis in den USA, EU-Zulassung soll folgen

Durchbruch bei Merck für Krebsmittel

Darmstadt/Washington - Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat nach jahrelanger Durststrecke einen Befreiungsschlag für einen Medikamenten-Hoffnungsträger erreicht.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab das Mittel Avelumab zur Behandlung eines aggressiven und seltenen Hautkrebstyps (Merkelzellkarzinom) zum Verkauf frei, teilte Merck mit. Die Darmstädter hatten das Mittel gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt.

Avelumab ist der größte Hoffnungsträger des hessischen Konzerns. Das Krebsmittel soll einen bedeutenden Anteil der neuen Pharmaumsätze von Merck bringen. Die Jahre harter Arbeit hätten sich ausgezahlt, erklärte die Chefin von Mercks Gesundheitssparte, Belén Garijo. Merck erwartet in diesem Jahr auch noch in der EU die Zulassung.

Die US-Verkaufserlaubnis von Avelumab wurde lange ersehnt. Vorstandschef Stefan Oschmann hatte diese jüngst als „wichtigen und historischen Schritt“ bezeichnet. Insgesamt habe Merck mit Avelumab derzeit neun Studien in der dritten und entscheidenden Phase der klinischen Entwicklung, darunter auch zur Behandlung von Lungen- oder Magenkrebs. Merck hält bei Avelumab einen Umsatz von über einer Milliarde Euro für möglich, sagte Oschmann.

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Wer wie Natascha Zehe als Pharmakantin mit Medikamenten hantieren will, braucht für die Ausbildung in der Regel einen guten mittleren Schulabschluss oder Abitur. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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Der Darmstädter Konzern hat eine lange Schwächephase in der Pharmasparte hinter sich. Die letzte Zulassung für das Krebsmedikament Erbitux liegt schon gut neun Jahre zurück. Avelumab ist ein Mittel aus der Immuntherapie. Sie zielt darauf, das körpereigene Abwehrsystem zu stärken, um Krebszellen zu zerstören. (dpa/al)

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