Darmstädter Schlossgrabenfest: Bis Sonntag läuft Hessens größtes Festival / Bee Flat und Sushiduke dabei

Wo Max Mutzke die „Marie“ anbetet

Rund eine halbe Million Menschen erwarten die Veranstalter beim Schlossgrabenfest, das von heute bis Sonntag nach Darmstadt lockt. Foto: Veranstalter

Darmstadt - (jd) Aus Dieburger Sicht passt das Programm des Darmstädter Schlossgrabenfests besonders am Sonntag wie Jimi Hendrix zur Gitarre: Dann nämlich spielen mit Bee Flat und Sushiduke zwei Bands, in denen hiesige Sänger wie Annika Otto (Bee Flat) und Heiko Elger (Sushiduke) den Ton angeben.

Und obwohl bei Hessens größtem Festival auf vier Bühnen parallel musiziert wird, kommen sich Bee Flat und Sushiduke nicht in die Quere: Bee Flat, die wieder Fetziges aus den 70er und 80er Jahren, aber auch Soul-Nummern darbieten werden, spielen von 18 bis 19.10 Uhr auf der zweitgrößten Bühne des Open-Air-Areals rund um das Residenzschloss. Sushiduke darf mit seinen Rock-Cover-Songs ab 19.30 Uhr sogar auf der Hauptbühne ran.

Insgesamt werden zum Schlossgrabenfest, das von heute bis einschließlich Sonntag die Darmstädter Innenstadt mit Menschenmassen füllen wird, rund eine halbe Million Menschen erwartet. Diese Zahl wurde laut Veranstalter auch im vergangenen Jahr so gut wie erreicht, selbst an den traditionell schwächer besuchten Tagen wie dem Donnerstag strömten fast 100 000 Gäste in die Stadt der Heiner. Seit 2008 dürften die Ausrichter der viertägigen Musik-Party die Besucherzahlen auch recht genau nennen können: Die Gäste müssen – bei weiterhin freiem Eintritt – eine Kontrolle des inzwischen abgesperrten Areals passieren, um auf das Festival-Gelände zu gelangen.

Die Tatsache, dass keine eigenen Getränke mehr auf das Areal des Fests mitgebracht werden dürfen, sieht Organisator Thiemo Gutfried als „ganz persönlichen Kulturbeitrag für das Musikprogramm“. Die Entscheidung fiel vor dem Festival im vergangenen Jahr, weil extremer Glasbruch die Straßen verunzierte. Zudem wird weniger an den rund 140 Gastronomie-Ständen konsumiert, wenn die Flüssig-Nahrung von zuhause oder der Tankstelle mitgebracht wird. Gerade die Stand-Miete der Gastronomen macht neben den Sponsoren-Geldern aber den wichtigsten Teil der Finanzierung aus – denn das Fest soll weiterhin gratis bleiben. Kein Eintritt bedeutet indes aber nicht, dass keine namhaften Größen der Musikszene vertreten wären. Mit der Punkrock-Institution Donots sowie Extrabreit („Hurra, hurra, die Schule brennt!“) kommen erfahrene Glanzlichter. Max Mutzke, der einst für Deutschland beim „Eurovision Song Contest“ antrat und dessen neuester Song „Marie“ aktuell in den Radiosendern hoch und runter gespielt wird, fehlt beim Schlossgrabenfest ebenso wenig.

Das komplette Programm gibt es im Internet unter http://www.schlossgrabenfest.de/2009.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare