Täter dreht Wasserhähne auf

Nach Einbruch in Schloss: Schaden geringer als befürchtet

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Das Schloss in Darmstadt

Darmstadt - Nachdem ein Einbrecher im Darmstädter Schloss einen Wasserschaden angerichtet hat, dürfte die Schadenssumme geringer ausfallen als zunächst befürchtet.

Zwar könne der an Karfreitag angerichtete Schaden erst begutachtet werden, wenn der Sandsteinboden getrocknet sei, "doch gehen wir derzeit von einem niedrigen fünfstelligen Bereich aus", teilte eine Sprecherin der Technischen Universität (TU) Darmstadt am Dienstag mit. Zuvor hatte die Polizei den Schaden auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Verursacht hatte ihn ein betrunkener 41 Jahre alter Mann. Er sei am frühen Morgen über eine Regenrinne in das Obergeschoss des Glockenbaus im Schloss geklettert und habe eine Scheibe eingeschlagen, hieß es von den Ermittlern. Dann habe er mit einem Feuerlöscher umhergespritzt und die Hähne für Löschwasser aufgedreht. Der Sandsteinboden sei dabei stark beschädigt worden.

Zurzeit werde noch ermittelt, was es mit dem Einbruch auf sich hat, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ein Atem-Alkoholtest habe nach der Tat einen Wert von 1,0 Promille ergeben, gegen den Mann sei in jüngster Zeit außerdem schon wegen eines mutmaßlichen Diebstahls ermittelt worden. Er müsse noch vernommen werden. Auch das Ergebnis der Blutprobe stehe noch aus. Das Schloss beherbergt neben verschiedenen Fachbereichen der Uni auch die Universitäts- und Landesbibliothek sowie ein Museum. Dessen Räume wurden laut Polizei nicht beschädigt. Der Mann sei vorläufig festgenommen worden, mittlerweile aber wieder auf freiem Fuß. (dpa)

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