Unternehmen will Auszeichnung nicht übergeben

Nähe zu Extremisten? Preis für Verein aberkannt

Darmstadt - Der Darmstädter Energieversorger Entega hat einer von Muslimen gegründeten Umweltorganisation eine zunächst zugedachte Auszeichnung nicht übergeben, weil die Gruppe Extremisten nahestehen soll.

„Wir haben Hinweise bekommen über gemeinsame Veranstaltungen von NourEnergy mit dem Bilal-Zentrum in Darmstadt“, sagte Entega-Sprecher Michael Ortmanns. Ein Sprecher des hessischen Verfassungsschutzes ordnete das Zentrum als "extremistisch" ein. Zunächst hatte der Sender hr-info darüber berichtet. Die für NourEnergy zugedachten 2500 Euro habe nun ein Tierschutzverein bekommen, sagte Ortmanns. Den Preis erhält normalerweise die Organisation, die bei dem Internet-Votum des Wettbewerbs unter Vereinen die meisten Stimmen bekommen hat. NourEnergy ist nach eigener Darstellung die erste von in Deutschland lebenden Muslimen gegründete Umweltschutzorganisation.

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Der Verein war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. In Facebook äußerte er Enttäuschung. Auf ihrer Internet-Seite bezeichnete sich die Organisation als ein „ehrenamtlich aktives Team für den Umweltschutz und die Gesellschaft - inspiriert durch den Islam“. NourEnergy stehe "„oschee- und Kirchengemeinden, Synagogen, sowie auch anderen gemeinnützigen sozialen Einrichtungen vor Ort zur Verfügung“. (dpa)

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