Närrischer Kreissaal

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Die närrische Kreisspitze mit Ex-Landrat Alfred Jakoubek ganz links.

Darmstadt-Dieburg (guf) ‐ Zum Fastnachtsempfang des Landkreises Darmstadt-Dieburg hatten Landrat Klaus Peter Schellhaas und die gesamte Kreisspitze am Samstagvormittag ins Landratsamt geladen – und rund 150 Narren waren der Einladung zu dieser veranstaltung gefolgt, die Schellhaas’ Vorgänger Alfred Jakoubek ins Leben gerufen hat.

Etliche Kommunalpolitiker waren mit von der Partie, auch Bürgermeister, teils in Kapitänsuniform, aber auch als römischer Legionäre, und Pfungstadts Bürgermeister Horst Baier ist anscheinend schon so viel Legende, dass sich doch tatsächlich jemand das kommunalpolitische Schwergewicht zur Vorlage fürs Kostüm gemacht hatte.

Den festlichen Einzug besorgten die „tapferen Ritter“ vom Otzberg mit Bürgermeister Karl Ohlemüller, fürs Programm sorgten vor allem Kräfte des Narhalla-Vereins Ober-Ramstadt wie der Sitzungspräsident Stefan Reiter-Waßmann und die „Batschkappe“ mit ihren Stimmungsliedern.

Politiker bekennen sich zur Narretei

Es gab ein paar kurze Büttenreden, ein Grußwort der Groß-Umstädter Weinhoheiten und Gelegenheit, bekannte Menschen in ungewohntem Outfit zu bewundern.

Während der Landrat vor allem die ordensgeschwellte Brust präsentierte, machte die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück als Korsarin eine ausgesprochen gute Figur, und Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann fehlte zum Frack eigentlich nur noch das Rohrstöckchen für den altertümlichen Schulmeister. Mit Blick auf die vielen verkleideten Politiker, die sich sonst ja so oft in ernsten Debatten verhaken, bemerkte ein langjähriger Beobachter der Szene: „Heute bekennen sie wenigstens mal, dass sie allesamt Narren sind.“ Darauf ein dreifach donnerndes „LaDaDi – Helau!“

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