Windpark auf Binselberg

Ökostrom für 11.000 Haushalte

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Eingriff in Natur so gering wie möglich halten Nach der Einweihung der Windräder im Mai 2011 soll die Ökostrom-Versorgung nun weiter ausgebaut werden.

Groß-Umstadt - Vier Jahre nachdem der Windpark Binselberg  gebaut wurde, soll er jetzt vergrößert werden. Das teilten HSE und die Projektentwickler Proreo in einer Stellungnahme mit.

Geplant sind drei bis vier Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 12 Megawatt. „Wir bauen die nachhaltige Energieversorgung in der Region weiter aus und tragen dazu bei, die Energiewende umzusetzen“, sagt die HSE-Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig. Der Energiekonzern und die ortsansässige Proreo setzten sich in der Ausschreibung der Stadt Groß-Umstadt und des Hessen-Forsts mit einem gemeinsamen Konzept gegen sieben Mitbewerber durch. Die Verträge für die Erweiterung werden derzeit noch ausgehandelt.

Voraussichtlich 25 bis 33 Millionen Kilowattstunden Ökostrom werden die Windenergieanlagen pro Jahr produzieren. Diese Menge reicht aus, um bis zu 11.000 Haushalte  zu versorgen. Zudem werden im Vergleich mit dem deutschen Strommix rund 17.000 Tonnen Kohlenstoffdioxyd vermieden. Bereits für Ende 2015 ist die Inbetriebnahme geplant. Der neue Standort liegt dann südlich der Verbindungsstraße zwischen den Groß-Umstädter Stadtteilen Raibach und Dorndiel im Bereich der Alten Höhe. Für die Erweiterung des Windparks stellen die Stadt und Hessen-Forst Flächen zur Verfügung.

Bevölkerung so früh wie möglich informieren

„Unser Konzept war in sich sehr stimmig“, betont Markus Horn, Leiter Erzeugung bei der HSE. So soll der Eingriff in die Natur so gering wie möglich gehalten werden, indem vorhandene Wege, Rückegassen und Freiflächen genutzt werden. Das Konzept sieht zudem vor, die Bevölkerung durch Öffentlichkeitsarbeit frühzeitig und umfassend zu informieren. Vorgesehen ist außerdem, die Bürger bei der Windparkerweiterung mit einzuschließen, etwa über eine Genossenschaft. „Nach der Erweiterung kann mit den Windenergieanlagen auf dem Binselberg rund ein Drittel des Strombedarfs von Groß-Umstadt gedeckt werden“, sagt Wolfgang Schlander von Proreo und fügt hinzu: „Der Windpark leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Energiesicherheit und zum Klimaschutz.“ Von dem Projekt profitierten zudem die lokale Wirtschaft sowie der lokale Arbeitsmarkt.

HSE und Proreo realisierten 2010 den bestehenden HSE Windpark Binselberg mit zwei Windrädern, die eine Gesamtleistung von vier Megawatt umfassten. Sie setzen jetzt nicht nur ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in der Planung, Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen fort, sondern auch ihre Partnerschaft mit der Stadt Groß-Umstadt, die ein ambitioniertes Konzept für eine nachhaltige, kommunale Energieversorgung umsetzt. 

(chi)

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