Von den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Patientenfürsprecher Karl Daab im Gespräch

+
Patientenfürsprecher Karl Daab.

gross-zimmern/Darmstadt-dieburg - Der „Tag des Patienten“ am Donnerstag will mit Veranstaltungen deutschlandweit auf die Rechte von Patienten aufmerksam machen.

An den Darmstadt-Dieburger Kreiskliniken wollen die Patientenfürsprecher Karl Daab (Groß-Umstadt) und Robert Middel (Jugenheim) als ehrenamtliche Vermittler zwischen Patient und Klinikpersonal Probleme lösen. Der Groß-Zimmerner Karl Daab ist bereits seit 16 Jahren im Amt. Im Interview spricht er über seine Erfahrung als Anwalt der Patienten.

Was waren Ihre Beweg- gründe, dieses Amt zu übernehmen?

Ich habe schon immer gerne Menschen geholfen und deshalb auch in der Vergangenheit Aufgaben übernommen, bei denen ich mich für andere einsetzen konnte, beispielsweise als Jugendvertreter und Betriebsrat oder als Schöffe am Arbeitsgericht. Ich habe vermutlich ein Helfersyndrom – und kann damit gut leben.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher als Patientenfürsprecher gemacht?

Ich bin ja nun schon seit dem Jahr 2000 im Amt und habe überwiegend positive Erfahrungen gesammelt. Wir Patientenfürsprecher erfüllen eine sehr wichtige Aufgabe, denn wir können ganz schnell und vor allem unkompliziert den Patienten Hilfe leisten. Diese Unterstützung wird von allen Beteiligten, auch von den Ärzten und vom Krankenhauspersonal dankbar angenommen. Meine vielleicht wichtigste Erfahrung: dem Patienten zuzuhören. Oft regeln sich dann die Dinge von selbst. Vielen tut es schon gut, über Dinge geredet und offen ausgesprochen zu haben. Mir ist jedes Anliegen, sei es noch so „banal“ wichtig. Hier geht es um das Wohlbefinden des Patienten, da muss jede Kleinigkeit ernst genommen werden. Das tue ich, und das spüren die Patienten und deren Angehörigen. Ich versuche, dem Stress, dem vor allem Patienten, aber auch deren Angehörige ausgesetzt sind, mit Ruhe und Gelassenheit zu begegnen. Das hilft immer. Rückblickend auf 16 Jahre kann ich sagen: Patientenfürsprecher zu sein ist eine wunderbare Aufgabe, die ich mit Leidenschaft erfülle.

Der Tag des Patienten am 26. Januar 2017 steht ganz im Zeichen der Patientenrechte - was halten Sie von diesem Aktions-Tag?

Je mehr Aufmerksamkeit das Thema Patientenrechte erhält, desto besser. Den Tag des Patienten begrüße ich sehr, denn so erfährt die Bevölkerung mehr darüber, dass Patienten in Krankenhäusern nicht alles über sich ergehen lassen müssen, sondern Rechte haben. Das wissen immer noch die wenigsten. Patientenfürsprechern bietet der Tag des Patienten außerdem die perfekte Bühne, um dieses unabhängige Ehrenamt im Dienste des Patienten vorzustellen.

Die Darmstadt-Dieburger Kreisklinik in Groß-Umstadt nimmt am Tag des Patienten teil: An diesem Donnerstag, 26. Januar, können sich Interessierte von 11 bis 12 Uhr unter 06078/791005 zum Thema Patientenrechte beraten lassen. Patientenfürsprecher Karl Daab bietet seine Sprechstunde jeweils mittwochs von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr in dem Groß-Umstädter Krankenhaus an. Daab ist im Untergeschoss der Klinik, Krankenhausstraße 11, Zimmer U80.2 (Büro Sozialdienst) oder unter 06078/794203 erreichbar. (re)

So viel kassieren niedergelassene Ärzte

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare