Polizei will Kontrollen auf den Autobahnen fortsetzen 

Bei Tempo 106 nur neun Meter Sicherheitsabstand: Bußgeld und Fahrverbot

Darmstadt - Gerade einmal neun Meter Abstand zum Vordermann bei einer Geschwindigkeit von 106 Stundenkilometern - das war der traurige "Rekord", den Beamte des Polizeipräsidiums Südhessen bei Abstandskontrollen auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Kreuz erfassten.

Wie Fahranfänger bereits in der Fahrschule lernen, sollte der Sicherheitsabstand den halben Tachowert betragen. Als Orientierung dienen auf der Autobahn Leitpfosten am rechten Fahrbahnrand. Diese sind in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt.

Doch Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe, und so verzeichneten die Ordnungshüter im Zeitraum von nur etwas mehr als einer Stunde 140 Abstandsverstöße, wobei jeder mit einem Bußgeld von mindestens 70 Euro und einem Punkt in Flensburg verfolgt wird, wie die Polizei mitteilt.

20 Verkehrsteilnehmer müssen demnächst gar für einen Monat ihren Führerschein abgeben, weil sie den Sicherheitsabstand erheblich unterschritten haben. Eine erhebliche Unterschreitung liegt laut Polizei vor, wenn der Abstand lediglich drei Zehntel des halben Tachowertes beträgt. So etwa erwischten die Beamten einen Autofahrer aus dem Raum Alzey, der bei einer Geschwindigkeit von 156 Stundenkilometern lediglich einen Abstand von 16 Metern zum Vordermann einhielt.

Polizeibeamte müssen belastbar sein

Am dichtesten fuhr ein Autofahrer aus Frankfurt auf, der mit 106 Stundenkilometern unterwegs war und lediglich neun Meter Abstand zum vorderen Fahrzeug hielt. Ihn erwartet laut Polizei ein Bußgeld von 240 Euro sowie ein zweimonatiges Fahrverbot.

Mangelnder Sicherheitsabstand ist eine der Hauptursachen für teils schwere Verkehrsunfälle, schreibt die Polizei - und weist darauf hin, dass die Kontrollen auf den südhessischen Autobahnen deshalb fortgesetzt werden. (nl)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis

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