"Drehbuchreife" Aktion

Polizei Südhessen nimmt sieben Rauschgifthändler fest

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Fahnder haben nach dem Fund von 37 Kilo Rauschgift sieben Männer in Südhessen festgenommen.

Frankfurt/Darmstadt/Köln - Die Polizei hat in Südhessen sieben mutmaßliche Rauschgifthändler festgenommen, nachdem der Zoll am Flughafen Köln/Bonn in zwei Paketen Drogen entdeckt hatte.

Die Aktion sei "drehbuchreif" gewesen, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamts Frankfurt, Hans-Jürgen Schmidt. Beim Zugriff in Mühltal seien die Beamten durch eine Glastür eingedrungen; dabei habe sich ein Kollege so schwer geschnitten, dass ein Rettungswagen geholt werden musste.

Auslöser war eine Paketkontrolle am 25. Mai am Köln/Bonner Flughafen: Der Zoll fand in zwei Paketen aus Spanien 30 Kilogramm Haschisch und sechs Kilogramm Marihuana und stellte sie sicher. Laut Schmitt hatten die Drogen einen Straßenverkaufswert von rund 370.000 Euro.

Sie waren für eine Adresse in Mühltal bestimmt. In der Empfängerwohnung nahm die Polizei am 28. Mai vier Personen im Alter von 22 bis 35 Jahren fest. Den mutmaßlichen Kopf der Bande fanden die Beamten in einer Wohnung in Darmstadt. Der 20-Jährige wurde festgenommen - ebenso wie eine 19-Jährige, die sich mit ihm in der Wohnung aufhielt. Die Beamten fanden dort auch ein weiteres Kilogramm Marihuana und 1000 Euro Bargeld.

Bilder: Zwei Tote nach Schüssen in Darmstadt

Vor seiner Wohnung in Groß-Bieberau erwischte die Polizei einen 17 Jahre alten Beschuldigten und nahm ihn fest. "Er hatte noch versucht zu fliehen und warf dabei Kleinmengen an Marihuana weg", berichtete Schmidt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt ordnete der Ermittlungsrichter Untersuchungshaft für zwei der sieben Festgenommenen an: für einen 35-Jährigen aus Mühltal und den 20-Jährigen aus Darmstadt. (dpa)

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