Tödliche Schüsse auf Familienvater

Lebenslang für hinterhältige Mörder

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Lebenslang müssen die beiden Mörder eines Familienvaters hinter Gitter.

Darmstadt - Sie schießen einem Familienvater mehrmal  von hinten in den Rücken, der Mann stirbt. Das Landgericht Darmstadt verurteilt die beiden Mörder zu lebenslanger Haft.

Für tödliche Schüsse auf einen im Auto sitzenden Familienvater sind zwei Männer wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Darmstadt befand die beiden 31 und 22 Jahre alten Männer aus Weinheim (Baden-Württemberg) am Mittwoch für schuldig, Ende April 2013 den 56-Jährigen im Saukopftunnel bei Birkenau (Kreis Bergstraße) in Südhessen getötet zu haben. Der 31-Jährige feuerte den Richtern zufolge sieben Schüsse auf das Opfer aus Mannheim von hinten durch den Beifahrersitz ab. Deshalb stellte die Kammer gleichzeitig bei ihm die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

Der Vorsitzende Richter Volker Wagner sprach von einer "heimtückischen Tat, die mit Eiseskälte durchgeführt wurde". Mit dem Strafmaß entsprach das Landgericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Angeklagten nahmen das Urteil ruhig entgegen. Im Zuschauerraum, wo Angehörige saßen, gab es Applaus und lautes Weinen. Motiv sollen Schulden von mehreren zehntausend Euro gewesen sein. Der 31-Jährige habe bei dem 56-Jährigen in der Kreide gestanden und deshalb einen Autokauf eingefädelt, um ihn umzubringen. Bei der Probefahrt im Wagen des 56-Jährigen seien die Schüsse gefallen. "Das Ganze war als Hinterhalt geplant, ganz kühl und berechnend", sagte Wagner.

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Der Aussage des 22-Jährigen, er habe von nichts gewusst und sei als Fahrer des Autos völlig überrascht worden, könne kein Glauben geschenkt werden. "Niemand nimmt einen anderen auf so eine Reise mit, der nicht eingeweiht ist", sagte Wagner. Warum der Jüngere die Ermittler auf die Spur des Mitangeklagten brachte, sei klar: "Er stand mit dem Rücken zur Wand." Der Verteidiger des 31-Jährigen hatte Freispruch gefordert. Die Anwältin des 22-Jährigen bat um eine milde Strafe. Ihr Mandant sei einfältig und habe das alles nicht überblicken können. Beide wollen eine Revision prüfen.

(dpa)

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