Fahrgäste im Gleis

Bei Hitze und ohne Klimaanlage: Reisende sitzen in Zug fest

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Evakuierung eines Zuges nach Oberleitungsschaden in Darmstadt

Darmstadt - Bei Hitze und ohne Klimaanlage müssen Hunderte Bahnreisende nach einem Oberleitungsschaden in einem Zug ausharren - nur einige Hundert Meter vom Darmstädter Hauptbahnhof entfernt. Dann wird der Zug evakuiert. Auslöser des Ganzen war letztlich: eine Taube.

Ein Oberleitungsschaden hat am Darmstädter Hauptbahnhof den Zugverkehr ausgebremst und einen größeren Einsatz von Bundespolizei und Feuerwehr nach sich gezogen. Mehrere Fahrgäste stiegen heute auf offenem Gleis aus einem schon längere Zeit bei hohen Temperaturen wartenden Regionalzug aus. Die Bundespolizei griff ein und geleitete sie sowie alle rund 300 Fahrgäste des Zuges entlang der Gleise über eine Länge von rund einem Kilometer zum Hauptbahnhof, wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte.

Nach Angaben der Darmstädter Feuerwehr waren in dem wartenden Regionalzug die Klimaanlagen ausgefallen. Mehrere Menschen hätten daraufhin unter Kreislaufbeschwerden gelitten. Laut Bundespolizei mussten zwei Betroffene ambulant ärztlich behandelt werden. Auslöser der Vollsperrung des Bahnverkehrs am heutigen Freitagnachmittag war eine Taube. Diese habe auf einem Isolator einer Oberleitung im Hauptbahnhof gesessen, sagte die Sprecherin der Bundespolizei. Als ein Zug die Stelle passiert habe, sei es zu einem Kurzschluss gekommen. Daraufhin habe die Oberleitung auf rund 30 Metern Länge durchgehangen. Danach gab es die erste Vollsperrung, kurz darauf wurden drei von zehn Gleisen wieder freigegeben.

Als dann jedoch die Menschen im Gleis gemeldet wurden, erfolgte eine zweite Vollsperrung, wie ein Bahnsprecher sagte. Betroffen waren davon der S-Bahn- und der Regionalverkehr, der Fernverkehr wurde nach Bahnangaben umgeleitet. Am Abend konnte dann zumindest wieder der Großteil der Gleise für den Zugverkehr freigegeben werden. (dpa)

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