Podiumsgespräch der Kreisvolkshochschule

Religion ist Thema beim Funkkolleg

Darmstadt ‐ Wenn heute Religion zum öffentlichen Thema wird, dann häufig unter den Schlagworten „Fanatismus“, „Gewalt“, „Rückständigkeit“.

Solche Negativ-Schubladen können nicht erfassen, was vielen Milliarden Menschen auf der Welt ihr persönlicher Glaube für ihr Leben bedeutet und was ihnen an ihrer Religion wertvoll ist. Auch der immer neu zu gewinnende Wertekonsens in der Gesellschaft muss sich mit ethischen Grundlagen beziehungsweise Glaubensüberzeugungen befassen. Ein neues Funkkolleg des Hessischen Rundfunks hr2-kultur „Wozu Gott? Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt“ will daher im Volkshochschuljahr 2009/2010 informieren und zu Diskussionen anregen. Zu den Themenkomplexen „Der innere Mensch“, „Gott und Vernunft“, „Gott und Wissen“, „Gott und Politik“, „Gott und Gesellschaft“ sowie „Gott und Kultur“ wird es 24 Hörfunksendungen geben. Auftakt ist am 31. Oktober. Eine Broschüre zu den Themen und zu den Rahmenbedingungen des Funkkollegs kann über die Kreisvolkshochschule bezogen werden (vhs@ladadi.de), weitergehende Informationen im Internet: http://www.hr-online.de.

Die Kreisvolkshochschule hat eine Kooperation mit den Bildungsreferaten des Evangelischen Dekanats Reinheim und Darmstadt-Land sowie dem katholischen Pfarreiverbund Dieburg angestoßen, die zu einer Reihe von Veranstaltungen führt. Als Auftaktveranstaltung des Funkkollegs und der Begleitveranstaltungen lädt die Volkshochschule mit ihren Kooperationspartnern, den Bildungsreferaten des Evangelischen Dekanats Reinheim und Darmstadt-Land sowie dem Katholischen Dekanat Dieburg zu einem Podiumsgespräch ein. Das interreligiöse Gespräch über diese zentralen Werte kann zur Verständigung darüber führen, wie Religionen verstärkt ihren Beitrag zur Humanisierung des menschlichen Zusammenlebens einbringen können und wie sie jeweils ihre Verantwortung sehen, der Auswucherung in Fanatismus, Gewalt und Rückständigkeit entgegenzuwirken. Thema des Podiumsgesprächs ist „Glaube, Liebe, Hoffnung - wie werden die Anliegen der Religionen im Alltag gelebt?“

An dieser Diskussion werden Vertreter aus dem Judentum, Christentum, Islam und Buddhismus mitwirken. Auf dem Podium sitzen Esther Elrodt (Jüdische Gemeinde Frankfurt), Dr. Alfred Weil (Buddhismus), ein Vertreter des Islam, Dr. Eckhard Türk (Christentum, katholisch) sowie Moderator Werner Stoklossa (Bildungsreferent, evangelisch). Die Veranstaltung, die von musikalischen Beiträgen von Clemens Bittliger umrahmt wird, findet am Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Hammermühle in Ober-Ramstadt statt.

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