Bekenntnis zum Standort Groß-Umstadt

Resopal investiert sechs Millionen Euro

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Resopal steht für Tische und Küchenarbeitsplatten, doch das Unternehmen hat mehr im Angebot, etwa wasserfeste Wand- und Bodenelemente fürs moderne Badezimmer.

Groß-Umstadt - Der Schichtstoffhersteller Resopal will in seinen Standort in Groß-Umstadt bei Dieburg im nächsten Jahr sechs Millionen Euro investieren. Von Ralf Enders

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Damit sollen vor allem die Arbeitsabläufe in der Produktion verbessert und für die Mitarbeiter erleichtert werden, wie Geschäftsführer Christof Rauen in Groß-Umstadt ankündigte. Die „Investitionen in Ergonomie“ sollen jedoch nicht mit einem Arbeitsplatzabbau einhergehen. Im Gegenteil: Die Mitarbeiterzahl von derzeit 630 werde um 22 aufgestockt, auch wenn es sich dabei zumeist um temporäre Jobs handeln dürfte. „Wir müssen in Groß-Umstadt investieren, der Standort hat ganz klar Zukunft“, sagte Rauen.

2012 hat Resopal einen Umsatz von 146 Millionen Euro gemacht. Für das nächste Jahr strebt Rauen ein Plus von sechs Prozent an, der Gewinn soll sich ebenfalls erhöhen. Erreichen will dies das Unternehmen mit der Expansion in Osteuropa und höheren Preisen. Zudem wartet Resopal mit neuen Produkten auf: „Resopal Lucent“ ist ein patentierter, lichtdurchlässiger Werkstoff mit einer sehr tiefen Oberflächenstruktur. Er könne etwa für Beleuchtungssysteme oder Stühle verwandt werden. Auch im Ladenbau böten sich zahlreiche Möglichkeiten. Die großformatigen neuen „Resoplan-Effect“-Platten dagegen soll auf dem wachsenden Markt der Gebäudedämmung als Außenfassade zum Einsatz kommen.

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Das 1867 gegründete Traditionsuntenehmen ist seit 1946 in Groß-Umstadt und gehört zum texanischen Laminathersteller Wilsonart Company, der Teil des US-Konzerns ITW (Illinois Tool Works Inc.) mit einem Gesamtumsatz von mehr als 16 Milliarden Dollar (etwa 12 Milliarden Euro) ist. Der Name Resopal steht spätestens seit den 1950er-Jahren für Nierentisch, Blumenhocker und Küchenarbeitsplatten. Heute fertigt Resopal eine breite Palette von Oberflächen und Fußböden. Der Name ist - obgleich eigentlich eine Marke - zum Oberbegriff für beschichtete Möbel geworden.

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