Ringe gegen Handschellen getauscht

Darmstadt (sef) - Mit dem sogenannten Ringtrick hat ein 38-jähriger Mann am Samstagmittag in der Nähe der Hügelstraße versucht, einige Euros zu vereinnahmen. Ein aufmerksamer Zeuge hatte den Sachverhalt den Beamten gemeldet und den Mann auch noch einige Zeit verfolgt.

Das berichtete die Polizei heute. Eine Streife des zweiten Reviers, unterwegs mit einem Segway, konnte den 38-Jährigen in der Klappacher Straße an der Ecke Wittmannstraße ausfindig machen und festnehmen. Bei ihm wurde ein ganzer Beutel mit wertlosen Ringen sichergestellt. Der Mann wurde festrgenommen. Gegen den rumänischen Staatsangehörigen wurde Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges erstattet.

Der Trick ist nicht neu: Passanten werden von einer Person angesprochen, die angeblich gerade auf dem Boden einen Goldring gefunden hat. Die Personen suchen dann meist mit blumigen Worten untermalt den Körperkontakt und wollen den gefundenen Ring nun verschenken, den sie dort selbst hingelegt hatten. Dabei bekommen die Angesprochenen oft den Ring gleich in die Hand gedrückt. Natürlich nicht ganz umsonst. Im gleichen Atemzug wird nach Geld gefragt, quasi als Ersatz des Finderlohns. Manche Leute glauben tatsächlich, einen wertvollen Ring in Händen zu halten, und geben den "Findern" Bargeld. Tatsächlich hätten sie sich mit dem Geld mindestens einen Ring an einem Kaugummiautomaten ziehen können.

Deshalb rät die Polizei: Halten Sie Abstand zu den Personen. Schnell könnten Sie zwar im Besitz eines wertlosen Ringes sein, dabei nicht nur unnötig Geld ausgeben, sondern auch durch Diebstahl den Verlust ihres gesamten Portemonnaies erleiden. Wenn Sie bedrängt werden, bitten Sie andere Passanten um Hilfe oder rufen Sie nach der Polizei und der "Spuk" ist schnell beendet. Oder drehen Sie ganz unkonventionell mal den Spieß um: Werfen Sie den Ring vor die Füße des "Ringwerfers!"

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