Das Rückgrat der Gesellschaft

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Junggesellen im Glück (von links): Sascha Voß, Thomas Isser, Tobias Wolfstädter, Verena Niesius, Kevin Schulz, Katharina Wallisch, Frank Stielow und Tim Roßkopf mit Kreishandwerksmeister Holger Steinbeck.

Dieburg - „Ihr Gesellenbrief garantiert eine hervorragende Basis, um sich weiter zu entwickeln. Je mehr Sie können und wissen, je breiter Sie sich interessieren und je gebildeter Sie sind, umso krisensicherer sind Sie auch.“ Von Verena Scholze

Mit diesen eindringlichen Worten begrüßte Kreishandwerksmeister Holger Steinbeck die Junggesellen, die sich am Samstagabend anlässlich ihrer Gesellenbriefüberreichungsfeier in der Ludwigshalle versammelt hatten. „Bildung ist das Wertbeständigste in unserem Land“, so Steinbeck weiter. „Qualifizieren Sie sich weiter, nicht nur im erlernten Beruf, sondern auch darüber hinaus. Die Zahl derer, die ein Leben lang das Gleiche machen, wird immer kleiner, das Wissen und Können veraltet immer schneller. Sie müssen daher das immer neue und aktuelle Wissen schon selbst erarbeiten. Lebenslanges Lernen macht Sie krisenfest.“

Neben den Junggesellen und deren Familien hatten sich auch viele Ehrengäste versammelt, um den Gesellen ihre Wünsche mit auf den Weg zu geben. Neben Staatsministerin Silke Lautenschläger, Patricia Lips, Mitglied des deutschen Bundestages, Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Rhein-Main, waren auch Vertreter des Landrates, der Versicherungspartner, der Innungskrankenkasse und Wirtschaft anwesend.

„Handwerk hat goldenen Boden“

Das Handwerk ist das Rückgrat der Gesellschaft“, sagte Lautenschläger. „Immerhin sind elf Prozent der Hessen und 30 Prozent aller Auszubildenden im Handwerk tätig.“ Im Handwerk erlernen die Auszubildenden Tradition und im Laufe der Jahre nehmen sie ein breites Spektrum durch die Veränderungen der Berufe wahr. „Die Gesellenprüfung ist ein wichtiger Abschnitt ihres Lebens“, erklärte Lautenschläger. „Nutzen Sie jedoch alle Chancen zum lebenslangen Lernen und ergreifen Sie die Möglichkeiten.“ Vom Gesellenbrief zur Meisterprüfung oder einem eventuellen Studium – den jungen Gesellen stehen vielfältige Möglichkeiten offen. „Handwerk hat goldenen Boden“, ist sich Lautenschläger sicher.

Sie müssen vom Handwerker zum Kopfwerker werden, der auch Führungsaufgaben übernehmen kann. Aus Made in Germany muss Management by Germans werden“, ergänzt Steinbeck.

Sieben vertretene Innungen hatten sich eingefunden, um insbesondere den Innungsbesten als auch allen anderen glücklichen Gesellen zu gratulieren und die Gesellenbriefe zu überreichen. Von insgesamt 115 Prüflingen haben 99 ihre Gesellenprüfung erfolgreich absolviert. Als Innungsbester im Bereich Feinwerkmechaniker wurde Kevin Schulz aus Otzberg geehrt, der seine Ausbildung bei der Dieburger Firma Sauer & Sohn leistete. Innungssieger im Bereich Tischler wurde Tim Roßkopf aus Münster, der seine Ausbildung im Möbelmarkt Krehr in Münster absolvierte. Bei den Schornsteinfegern wurde der Groß-Umstädter Frank Stielow vom Dieburger Ausbildungsbetrieb Rolf Wachter ausgezeichnet.

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