Versammlung in Groß-Umstadt

Weniger Zuschüsse für Senioverband

Groß-Umstadt - Kurz war die Senioverbandsversammlung am Dienstag in Groß-Umstadt. Dabei handelte es sich erst um die zweite Sitzung des Jahres und die war nicht gerade geprägt von Diskussionsfreude. Von Ulrike Bernauer 

Diese Tatsachen sind ein Indiz dafür, dass die Senio wohl langsam in ruhigeres Fahrwasser kommt. Der Haushaltsplan 2014 wurde vorgestellt, die Verbandsmitglieder haben bis Februar Zeit, das gut 50-seitige Werk zu studieren.

Für die beteiligten Kommunen, neben dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, Groß-Zimmern, Eppertshausen, Fischbachtal, Groß-Bieberau, Groß-Umstadt, Münster, Otzberg und Reinheim, ist die wohl wichtigste Nachricht, dass sich die jährlichen Umlagen sukzessive verringern. Waren 2013 für den Senioverband noch knapp 1,3 Millionen zu zahlen, so verringert sich diese Zahlung im kommenden Jahr auf knapp 1,2 Millionen. Bis 2017 soll sie auf knapp 750 000 Euro sinken. Die Zahlungen sind hauptsächlich Altlasten geschuldet, als am Beginn des Jahrhunderts Misswirtschaft den Verband an den Rand des Ruins geführt hatte.

Die Kommunen werden unterschiedlich belastet. maßgeblich ist ein Schlüssel, der sich nach der Einwohnerzahl bemisst. Der Kreis zahlt mit knapp 25 Prozent den größten Brocken, für 2014 sind gut 320 000 Euro an Umlage vorgesehen. Ihm folgt Groß-Umstadt mit knapp 250 000 Euro. Groß-Zimmern und Münster werden jewils rund 150 000 Euro zahlen müssen, Das Pflegeheim in Groß-Umstadt das im März bezogen wurde, sorgte 2013 für einen Nachtragshaushalt. Im laufenden Betrieb sind Mängel deutlich geworden, die zeitnah beseitigt werden sollten. Hier handelt es sich insbesondere um Schallschutzmaßnahmen in der Eingangshalle, die auch für Veranstaltungen genutzt wird. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden, so der Verbandsvorsitzende, Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert. Die Maßnahmen schlagen mit 50 000 Euro zu Buche.

Der Senio-Verband plant nach Abschluss und Bezug des Pflegeheimes in Umstadt weitere Investitionen. So soll in Groß-Bieberau ein Seniorenzentrum mit 39 stationären Plätzen und voraussichtlich 20 Wohnungen im Bereich betreutes Wohnen entstehen. Die geplanten Kosten für das Projekt in Groß-Bieberau belaufen sich auf 7,8 Millionen Euro. Im Fischbachtal soll für 3,5 Millionen Euro ein Haus für betreutes Wohnen mit 24 Wohnungen entstehen. Baubeginn ist für das kommende Jahr geplant. Während im Landkreis zurzeit viele Plätze in Pflegeheimen entstehen, wie beispielweise das Haus Priska in Dieburg mit 108 und das Haus Kursana in Lengfeld mit 100 Plätzen, ist betreutes Wohnen im Landkreis rar gesät.

Informationen gab es auch zur Altenpflegeschule. Die wird vorerst in Reinheim bleiben und entgegen früheren Planungen nicht mit der Krankenpflegeschule zusammengelegt, die ihr neues Domizil im Ärztehaus am Umstädter Krankenhaus finden soll. Sorgen bereitet den Verbandsmitgliedern, das die Schülerzahlen rückläufig sind. Um dem zu begegnen, sind die Erweiterung des Kursangebotes und Zertifizierung der Schule geplant.

Eine erfreuliche Nachricht hatte Ruppert am Rande der Sitzung. Die vier Gersprenzpflegeheime in Umstadt, Groß-Zimmern, Münster und Reinheim sind aus dem Verlustbereich heraus und schreiben mittlerweile schwarze Zahlen.

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