Demnächst steht der Beginn eines Vier-Millionen-Umbaus an / Erstes Schulfest

An der ADS tut sich Großes

Dieburg - (jd)  „Die Idee kam aus den Reihen der Schüler“, sagt Renate Stiebing.

Seit November ist sie die Schulleiterin des Dieburger Oberstufen-Gymnasiums Alfred-Delp-Schule (ADS), folgte auf Ulf Schröder, nachdem Ursula Krell den Posten übergangsweise besetzt hatte. In dem knappen halben Jahr, das Stiebing nun der ADS vorsteht, hat sich bei ihr bereits ein wichtiger Eindruck verfestigt: „Die Schüler hier sind sehr engagiert, haben den Blick für die Gemeinschaft und das soziale Miteinander.“ Das Schulfest, das erstmals vor der ADS stattfand, sei ein weiterer Beleg dafür.

In der Tat boten die Schüler nicht nur Unterhaltung für Spät-Teenager und Lehrer wie bei einem Rockkonzert mit vier Bands am Abend, sondern dachten mit verschiedenen Aktionen auch an die Kleinen. „Ich bin stolz auf die Schüler und arbeite gerne hier – es gefällt mir richtig gut“, betont Stiebing. Allgemein gilt die ADS als Oberstufen-Schule, in der schon beinahe Hochschul-Flair herrscht.

Dennoch kommt auch die ADS nicht umhin, sich in den kommenden Jahren entscheidend weiterzuentwickeln. „Wir werden unsere Laptop-Klassen weiterführen und das selbst organisierte Lernen forcieren“, zählt Stiebing auf. Inhaltlich komme es zukünftig noch stärker darauf an, neben dem Wissen Lernstrategien zu vermitteln. „Da unterstützen wir auch die Initiativen des Kreises“, sagt Stiebing. Das betreffe etwa die geplante flächendeckende Einführung der „Active Boards“, elektronischer Tafeln, die die Kreide bald komplett aus den Schulen verdrängen könnten.

Weitergeführt werden soll derweil der Einsatz des Berufsnavigators, der den Schülern ihr Stärken-Profil erstellt und frühzeitig Vorschläge auf die Frage „Als was könnte ich später einmal arbeiten?“ liefert. Zudem fördere die Schule gezielt naturwissenschaftlich begabte und interessierte Schüler, bringe jährlich ein Theaterstück auf die Bühne.

Daneben sind es aber auch riesige Bauvorhaben, die in der ADS anstehen: „Wir warten jetzt auf die ersten Entwürfe hinsichtlich der Umgestaltung unserer Schule“, erklärt Stiebing. Vorschläge seien vor einem halben Jahr beim Kreis eingereicht worden. Zukünftig wird die Schule nämlich wegen der oben skizzierten anderen Art des Lernens auch eine andere Art des Raumbedarfs haben. Die neue Aufteilung der Räumlichkeiten in der ADS dürfte mehr als vier Millionen Euro verschlingen. „Aktuell haben wir 650 Schüler, allerdings hätten wir 100 mehr aufnehmen können“, beschreibt Stiebing die hohe Nachfrage nach dem Abitur in Dieburg. 2011 sollen die Bauarbeiten beendet sein – dann wird auch in Dieburg auf G8 umgestellt. Ein Jahr lang werden dann rund 200 Schüler mehr als sonst an der ADS lernen, weil ein Jahrgang doppelt vertreten sein wird.

Das „Leer-Zentrum“, das zwischen den Schulen auf der Leer entstehen soll (wir berichteten), findet bei Stiebing großen Anklang: „Vor allem alles, was mit der Mensa zu tun hat.“ Dennoch reiche der aktuelle Bistro-Bereich für die Mittagspause der ADS-Schüler bislang noch aus.

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