Skimming-Fälle im Landkreis aufgeklärt

Darmstadt-Dieburg - Polizisten aus Südhessen haben einen 31-jährigen Rumänen in dessen Heimatland verhaftet. Der Mann wird mit mindestens 21 Skimming-Attacken im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Verbindung gebracht.

Mittels eines internationalen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Darmstadt konnten Beamte des Polizeipräsidiums Südhessen den Verdächtigen festnehmen. Bislang machte der Rumäne, der derzeit in U-Haft sitzt, keine Aussage.

Wie die Polizei mitteilt, ist dieser Fahndungserfolg auf die gute Zusammenarbeit mit den rumänischen Behörden zurückzuführen. Mit der Verhaftung des Rumänen sind mittlerweile drei Tatverdächtige in diesem Zusammenhang in Haft genommen worden.

Bankdatenklau beweist internationale Dimension

Hintergrund: Seit Anfang März 2009 hatten sich die illegalen Datenausspähungen etwa in Alsbach-Hähnlein, Bickenbach und Pfungstadt gehäuft. Bei verschiedenen Bankfilialen sollen die Verdächtigen an den Türeingangsautomaten Vorsatzgeräte angebracht haben, um damit die Kartendaten auslesen zu können. Minikameras an Geldautomaten nahmen die Opfer beim Eintippen ihrer Geheimzahlen auf. Deutlich die internationale Dimension: Die ausgespähten Daten wurden zur Geldabhebung in Bulgarien, England und Italien genutzt. Von Bukarest über London bis hin nach Genua zeichnen sich die Spuren der Geldabheber.

Wenige Tage nach dem Ausspähen wurde solange das Geld aus den Automaten geholt bis das jeweilige Kartenlimit ausgeschöpft war. Die Kontoinhaber bemerkten die Angriffe in der Regel erst mit Abholung der Kontoauszüge.

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