Skimming-Versuche am Luisenplatz

Darmstadt - Noch unbekannte Täter versuchten, bei Geldautomaten zweier Banken auf dem Darmstädter Luisenplatz, Kartendaten und PIN-Nummern von EC-Karten auszuspähen.

Ein Zeuge entdeckte am Freitag, 12. März, an einem Außenautomaten in der Passage zwischen Carree und Luisenplatz verdächtige Äuffälligkeiten. So erging es auch dem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes am Samstag, 20. März, im Vorraum einer weiteren Bank.

Beim „Skimming“ handelt es sich um das Ausspähen von Kartendaten von Bankkunden. Vorwiegend werden von den Tätern nicht überwachte „Außenautomaten“ mit hoher Kundenfrequenz ausgesucht. Sie bringen an den Karteneinschubschlitz ein Vorsatzgerät an, welches in Art und Aufmachung dem Original entspricht und von Kunden nicht auf den ersten Blick als Manipulation erkannt wird. In dem Vorsatzgerät befindet sich die Elektronik zum Auslesen der Kartendaten. Die PIN-Nummern werden durch versteckt oder getarnt angebrachte Miniaturkameras oder durch Tastaturaufsätze ausgespäht.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Darmstädter Polizei wurde am 12. März, ein Mobiltelefon mit eingeschalteter Videoaufnahme zur Ausspähung der PIN am Automaten angebracht. Hinsichtlich des zweiten Falles am 20. März liegen noch keine genauen Angaben vor. Die Polizei geht davon aus, dass die Installation einer Kamera und Manipulationen am Einzugsschacht bereits in der Nacht zuvor vorgenommen wurden.  In beiden Fällen sind bislang keine Schadensfälle, also unberechtigte Geldtransaktionen von Konten der Automatennutzer, bekannt geworden. Wer Hinweise zu den beiden Sachverhalten geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizei unter der Telefonnummer 06151 / 969-0 in Verbindung zu setzen.

Darüber hinaus bittet die Polizei um erhöhte Vorsicht beim Geldabheben an Automaten.

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