„Soziale Gerechtigkeit ist mir ein Anliegen“

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Rosemarie Lück.

Darmstadt-Dieburg ‐ Rosemarie Lück hat zum Jahresbeginn ihr Amt als Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises aufgenommen. Ihr Terminkalender ist bereits gut gefüllt, denn in den ersten Wochen steht neben Sitzungen und Veranstaltungen auch eine Tour durch den Kreis auf ihrem Plan.

Vor allem Gespräche mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Kooperationspartnern im Kreis sollen dabei den Schwerpunkt bilden. „Ich möchte mir vor Ort ein Bild machen über die sozialen Themen im Landkreis und noch genauer erfahren, wo es gut läuft, wo Handlungsbedarf besteht und wo neue Ansätze nötig sind“, erklärt Lück.

Wir stehen in den kommenden Jahren vor besonderen wirtschaftlichen Herausforderungen, da gilt es gemeinsam nach intelligenten Lösungen zu suchen und zu schauen, wie durch Kooperationen die vorhandenen Angebote für Familien, Senioren, Menschen mit Behinderungen, Zuwanderer, Arbeitslose und für Verbraucher gehalten werden kann“, so die Vizelandrätin.

Mehr soziale Gerechtigkeit und Gestaltungswille

Mehr soziale Gerechtigkeit herzustellen ist ihr dabei ein persönliches Anliegen. Dass Gestaltungswille hier in besonderem Maße Kreativität und Innovationen verlangt, ist ihr mit Blick auf die finanziellen Schranken, die den Landkreisen bundesweit gesetzt sind, durchaus bewusst. „Ich bin überzeugt davon, dass es noch Potenziale gibt, damit diejenigen, die aus unterschiedlichen Gründen keine günstigen Bedingungen haben, Chancen und Perspektiven erhalten“, sagt Sozialdezernentin Lück.

Eine optimale Nutzung vorhandener Ressourcen durch gute Vernetzung kann laut Lück ein Weg dahin sein. Wichtig ist ihr dabei die enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, aber auch mit den Sozialverbänden und anderen Einrichtungen, für die der Landkreis auch zukünftig verlässlicher Partner sein will.

Die vielfältige und früh ansetzende Unterstützung von Familien, die präventive Arbeit und die Jugendsozialarbeit an Schulen werden weiterhin im Fokus unserer Arbeit stehen“, erklärt die Sozialdezernentin. Für die Vermittlung von ALG II-Empfänger in Arbeit stehen neue Projekte in den Kommunen und mit älteren Arbeitslosen kurz vor dem Start.

Kreisverwaltung soll noch effizienter werden

Darüber hinaus soll die Integration von Zuwanderern und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft weiter unterstützt und die Seniorenarbeit und mit der Förderung des Ehrenamts besser verzahnt werden.

Außerdem sieht die frisch gebackene Vizelandrätin auch Optimierungsbedarf im Bereich der Kinderbetreuung. „Die Versorgung mit Betreuungsplätzen ist im Landkreis flächendeckend gut. Jetzt gilt es, auch im Bereich der Qualität Standards zu setzen“, erläutert Lück und ergänzt, dass mit der Förderung von Kindern nicht früh genug begonnen werden könne.

Nicht zuletzt steht die Zusammenführung der Veterinärämter der Stadt Darmstadt und des Landkreises an einem Standort bevor. Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück wird sich in diesem Bereich für weitgehende Kooperationen und Nutzung von Synergien stark machen.

Der Zuschnitt meines Dezernats mit rund 500 Mitarbeitern birgt große Chancen“, sagt Lück. Sie plant die Kommunikation und Kooperation auch unter den Abteilungen weiter zu verbessern, damit noch effizienter auf die Anliegen der Kunden der Kreisverwaltung im sozialen Bereich eingegangen werden kann. Auch hier reihen sich Termine mit den Leitern der drei Hauptabteilungen und den 16 Abteilungen ihres Dezernats in den Kalender ein.

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