Jürgen Planert bleibt Regionsvorsitzender

DGB mit stabilen Mitgliederzahlen

Reinheim ‐ Zur Regionskonferenz kamen am vergangenen Wochenende die Vertreter von 85 000 Gewerkschaftsmitgliedern der DGB Region Südhessen in Reinheim zusammen.

Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Wahl des Vorsitzenden der DGB Region. Der Darmstädter Jürgen Planert wurde für die nächsten vier Jahre wieder gewählt. In seiner Rede bewertete er die Gewerkschaftsarbeit der vergangenen Jahre und stellte die zukünftigen regionalen Arbeitsschwerpunkte und Handlungsfelder angesichts der wirtschaftlichen Krise zur Diskussion.

Zur Zeit stehen 310 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftige knapp 34 000 registrierten Erwerbslosen in Südhessen gegenüber. Im vergangenen Jahr stabilisierte sich die Mitgliederentwicklung in den acht DGB-Gewerkschaften. Planert erläuterte, dass insgesamt wieder mehr Erwerbstätige und insbesondere Auszubildende und junge Erwerbstätige unter 27 Jahren im südhessischen Raum für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft gewonnen werden konnten.

Vom DGB und den Gewerkschaften der Region wurde in diesem Jahr ein „Runder Tisch zur Bewältigung der Krisenfolgen in Südhessen“ initiiert. Den regionalen Folgen soll durch eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begegnet werden. Beabsichtigt sind „die Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten und Strategien zur Krisenbewältigung und der Verhinderung von Arbeitsplatzabbau und Betriebsschließungen in der Region.“ Besondere Bedeutung käme laut Planert der regionalen Umsetzung der Konjunkturprogramme zu – es fließen 270 Millionen Euro nach Südhessen. Als Gast konnten die Delegierten den Vorsitzenden des DGB Bezirks Hessen-Thüringen Stefan Körzell begrüßen. Er hielt zum politischen Einstieg ein Referat zum Thema „Gewerkschaften nach der Wahl – Probleme, Perspektiven und Handlungsanforderungen“.

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