Städtepartnerschaft ausgesetzt

Türkischer Konflikt belastet Verhältnis zu Bursa

Darmstadt - Der Konflikt um Wahlkampfauftritte von türkischen Spitzenpolitikern in Deutschland hat Auswirkungen auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Darmstadt und Bursa.

Die türkische Stadt habe die Städtepartnerschaft ausgesetzt, teilte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Freitag mit und kritisierte die "nicht nachvollziehbare Entscheidung". Besonders enttäuscht zeigte sich Partsch davon, dass ihm die Verantwortlichen in Bursa dies nicht direkt mitgeteilt, sondern die türkische Stadt lediglich eine entsprechende Mitteilung auf ihre eigene Homepage gestellt habe. "Es gab dazu keine vorherigen Anfragen oder einen Meinungsaustausch, was unter Partnern zu erwarten wäre, auch wenn es derzeit eine von beiden Seiten als kritisch angesehene Konstellation gibt", erklärte der Oberbürgermeister.

Gerade dann müsse aber miteinander geredet werden. Im vergangenen Jahr habe es mehrere Besuche und Kooperationen zwischen Darmstadt und Bursa gegeben, hob Partsch hervor. Zudem sei für die nächste Zeit ein Besuch in der Türkei geplant gewesen, um die Beziehungen zu festigen. Er werde daher seinen Amtskollegen "ausdrücklich bitten", die Entscheidung nochmals zu überdenken. (dpa)

Bis zum Referendum keine Auftritte türkischer Politiker mehr

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