Trickbetrüger

Senioren Opfer von Geldbetrügern

Darmstadt (bl) - Am Telefon haben sie sich als Neffe ausgegeben, um so an das Geld von Seniorinnen zu gelangen. Die Polizei vor den auch als „Enkeltrick“ bekannten Anrufen.

Trickbetrüger haben am Freitag, 31. August, in vier Fällen versucht, Seniorinnen am Telefon einzureden, dass ihr Neffe am Telefon ist. Die Betrüger mussten aber sehr schnell erkennen, dass sie mit ihrem Trick, dann Geld für einen Autokauf des angeblich hilfsbedürftigen Verwandten zu fordern, nicht weit kommen würden.

Die in Polizeikreisen als Enkeltrick benannte Telefonmasche hat sich innerhalb der Darmstädter Bevölkerung inzwischen herumgesprochen. Dennoch wird die Polizei nicht müde, diese auf ältere Menschen abzielende Methode immer wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen. Auch am Freitag gingen die Täter wieder auf die bekannte Weise vor. Durch geschicktes Fragen („Rate mal, wer hier ist?“) nehmen die Anrufer die Rolle eines Verwandten an. Schnell kommen sie dann zum eigentlichen Grund ihres Anrufs. Angeblich benötigen sie eine größere Summe Bargeld, mal für einen Immobilienkauf, mal für ein Auto.  Lässt sich der Angerufene auf diese Geschichte ein, wird durch den aufdringlichen Anrufer ein „Abholer“ des Bargelds losgeschickt, da man ja angeblich nicht selbst kommen könne, um das Bargeld von Angesicht zu Angesicht in Empfang zu nehmen. Würde dies nämlich erfolgen, wäre der ganze Schwindel natürlich aufgeflogen. Auch schrecken die Anrufer nicht davor zurück, die älteren Menschen sogar zum Geldabheben zur Bank zu schicken. 

Ist das Bargeld dann erst einmal in den Händen der Betrüger, ist es meist für immer verloren. Deshalb warnt die Polizei, sich nicht auf Geldforderungen am Telefon ein.  Betroffenen rät die Polizei, den Verwandten, den sie glauben erkannt zu haben, unter der bekannten Rufnummer anzurufen, doer die Polizei zu informieren.  In keinem sollte fremden Personen, die als Vertraute eines angeblichen Verwandten angekündigt werden, Bargeld ausgehändigt werden.

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