Drogenhändler in Untersuchungshaft

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Darmstadt/ Groß-Umstadt - Mutmaßlicher Drogenhändler steht im Verdacht, während seiner eigenen Therapie mit Rauschgift gehandelt zu haben

Rauchgiftfahnder der Darmstädter Kriminalpolizei haben innerhalb von wenigen Monaten zum dritten Mal einen 21 Jahre alten Groß-Umstädter festgenommen, dem zahlreiche Drogendelikte zur Last gelegt werden.

Dabei soll er zahlreiche Kunden, darunter auch Minderjährige, mit Haschisch, Marihuana und Amphetaminen beliefert haben. Der Mann wurde am Montag dem Ermittlungsrichter im Amtsgericht Dieburg vorgeführt. Ein bereits vorliegender Haftbefehl, der von der Staatsanwaltschaft Darmstadt beantragt worden war, wurde wieder in Vollzug gesetzt. Vorher hatten ihn die Fahnder in einer Therapieeinrichtung festgenommen. Jetzt ist der Einundzwanzigjährige erneut in Untersuchungshaft.

Untersuchungshaft blieb dem Täter bei der ersten Festnahme noch erspart

Der Mann war bereits im letzten Jahr in den Blickpunkt der Ermittler geraten. Dabei ging es um den Handel mit rund 13 Kilo Haschisch und zwei Kilo Amphetamine. Er wurde vorübergehend festgenommen. Die Untersuchungshaft blieb ihm zunächst erspart. Bis zu seiner Hauptverhandlung sollte er auf freiem Fuß bleiben.

Der Beschuldigte zeigte sich davon wohl unbeeindruckt und geriet erneut unter Verdacht, weiter munteren Drogenhandel zu betreiben. Der Ermittlungen der Drogenfahnder waren diesmal jedoch so konkret, dass die Untersuchungshaft für den Groß-Umstädter die rechtliche Konsequenz war. Im Dezember 2009 wurde der Mann, der selbst drogenabhängig ist, auf sein Bitten hin aus der Haft in eine Therapieeinrichtung entlassen womit der Haftbefehl gegen Auflage außer Vollzug gesetzt. Auch mit Beginn der Therapie rissen die Verdachtsmomente gegen den Einundzwanzigjährigen nicht ab.

Komplize verkaufte Drogen weiter

So soll er einen 23-jährigen Komplizen, ebenfalls aus Groß-Umstadt, beauftragt haben, die gebunkerten Drogen auszugraben und diese weiterzuverkaufen. Eine Wohnungsdurchsuchung durch die Drogenfahnder förderten knapp sechshundert Gramm Haschisch und Amphetamine zutage. Identifiziert wurde in diesem Zusammenhang auch ein 22-jähriger Mann, der im Verdacht steht, Drogen an den Beschuldigten verkauft zu haben. In dessen Wohnung in Frankfurt fand die Polizei neben geringer Rauschgiftmengen 12.500 Euro Bargeld. Die Ermittlungen dauern an.

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