Das Ehepaar Sander errichtet für Darmstadt ein Museum auf der Mathildenhöhe

Überaus großzügiges Geschenk

Darmstadt - (isi) Welch ein Geschenk: Das Ehepaar Gisa und Hans-Joachim Sander wird für die Stadt Darmstadt auf der Mathildenhöhe ein Museum errichten. Der Bau soll auf einer Ausstellungsfläche von rund 500 Quadratmetern etwa 250 Werke Darmstädter Künstler aus dem 18., dem 19. und dem 20. Jahrhundert zeigen. Es handelt sich dabei um Gemälde von 60 Künstlern, die einst in der Stadt gelebt und gearbeitet haben.

Das Spektrum reicht von den Hofmalern der Großherzöge bis zu bekannten Vertretern des Jugendstils wie Bernhard Hoetger und Hans Christiansen.

Wo einst das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Haus Christiansens auf der Mathildenhöhe stand, soll der Neubau errichtet werden. Dort – gegenüber dem Museum Künstlerkolonie – steht derzeit ein Brunnen des Bildhauers Klaus Hartung, der wegen des Neubaus in eine südlich gelegene Grünanlage versetzt werden soll.

Für den Neubau lobt das Stifter-Ehepaar Sander einen internationalen Architektenwettbewerb aus, in dem sowohl renommierte Büros wie auch junge Architekten aus der Region vertreten sind.

Das etwa 1100 Quadratmeter große Grundstück ist der Hans-Joachim und Gisa Sander-Stiftung von der Stadt Darmstadt im Erbbaurecht überlassen worden. Das Paar finanziert den Bau und sichert den Betrieb des Museums über eine Stiftung. Insgesamt werden sich die Sanders wohl mit 10 bis 15 Millionen Euro für den Museumsbau engagieren, in den sie einen Teil ihrer rund 2000 Kunstwerke umfassenden Sammlung einbringen werden.

Hans-Joachim Sander war als Galerist und Kunsthändler tätig, Gisa Sander ist Enkelin des früheren Wella-Eigners Karl Ströher.

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