Angeklagter schweigt

Vermuteter Kindstod nach Misshandlung

Darmstadt - Ein Mann soll den zwei Jahre alten Sohn seiner Geliebten in Mörfelden-Walldorf so stark misshandelt haben, dass er zwei Tage später starb.

Die Mutter hielt sich der Anklage zufolge während der Tat im Keller des Mehrfamilienhauses (Kreis Groß Gerau) auf. Wegen Körperverletzung mit Todesfolge muss sich der 33-Jährige seit Freitag vor dem Landgericht Darmstadt verantworten. Er äußerte sich am ersten Prozesstag nicht.

Die Mutter des kleinen Lukas soll laut Anklage im November 2015 in der Mittagszeit im Keller nach Sportkleidung gesucht haben. Der Zweijährige saß vor dem Fernseher in ihrer Wohnung, in der sich auch der Angeklagte aufhielt. Damit ihr das Kind nicht in den Keller folgte, habe sie die Wohnungstür abgeschlossen. Der Angeklagte, ein Grieche, soll den Jungen dann in dieser Zeit geschüttelt oder anderweitig so erhebliche stumpfe Gewalt angetan haben, dass das Kleinkind komplexe Hirnverletzungen erlitt. Er habe den leblosen Jungen zunächst angeschrien, kalt abgeduscht und den Notarzt gerufen, so die Staatsanwaltschaft. Das Kind starb zwei Tage später an seinen schweren Hirnverletzungen.

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Lukas hatte der Anklage zufolge noch andere Blutergüsse und auch Bisswunden. Zum möglichen Motiv des Angeklagten sagte die Staatsanwaltschaft nichts. Mehrere Verwandte sagten im Zeugenstand, der Angeklagte habe erzählt, Lukas sei von der Couch gefallen und habe sich dabei verletzt. (dpa)

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