Vielfalt ist Trumpf bei Gründern

Hessischer Firmennachwuchs prämiert

Darmstadt - Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat am Mittwochabend in der Orangerie den Hessischen Gründerpreis 2017 vergeben. Die Preisträger stammen überwiegend aus Darmstadt und Frankfurt. 

„Gründungen erneuern und beleben die Wirtschaft. Sie sorgen für Wettbewerb, Innovationen und Beschäftigung. Engagement, Kreativität und Unternehmergeist sind die wichtigste Ressource einer Volkswirtschaft. Deshalb unterstützt die hessische Landesregierung Gründer auf vielfältige Weise auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit und hilft ihnen, sich am Markt zu etablieren. “ Das sagte der Al-Wazir bei der Vergabe des Hessischen Gründerpreises, mit dem er insgesamt neun Firmen in drei Kategorien auszeichnete.

Sabine Eller aus Darmstadt hatte mit ihrem Unternehmen „sterbenleben“ als Siegerin in der Kategorie Mutige Gründung die Nase vorn. Weitere Preisträger waren Andreas H. Vick, Bensheim-Auerbach, mit dem Unternehmen „Fleischeslust – die Metzgerei & Feinkosteria“ und Jens Jesberg mit „Nähkraft“ aus Marburg.

226 Arbeitsplätze haben die neun Finalisten laut Al-Wazir zusammen geschaffen, fast 1100 Menschen arbeiten für alle 94 Bewerber um den Hessischen Gründerpreis 2017. „Auch wenn sich der Arbeitsmarkt aktuell sehr günstig entwickelt, kann man die Schaffung von Arbeitsplätzen gar nicht genug würdigen,“ erklärte Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. „Denn in Hessen sind immer noch rund 160.000 Menschen arbeitslos – und die Arbeitsagenturen und Jobcenter können nur erfolgreich vermitteln, wenn genügend Arbeitsplätze vorhanden sind.“ Martin zeichnete Mario-Sebastian Fertig und Stefan Krause von der „Howa Management GmbH“ aus Fulda als Sieger in der Kategorie Geschaffene Arbeitsplätze aus sowie Florian Klima von „vertical cloud solutions“ Darmstadt und Jan Dinter von „Celebrate Streetfood Catering & Event“ aus Frankfurt als weitere Preisträger.

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„Zur Entwicklung einer innovativen Geschäftsidee gehören eine klare Vision, der Mut und die Ausdauer der Gründer. Jede unternehmerische Entwicklungsphase braucht auch Veränderungen und eine neue Sicht auf das Umfeld, in dem man wirkt. Der Lebensweg einer Idee ist vielfältig und bringt auch die ein oder andere negative Erfahrung mit sich. Wer hieran wächst und sich auf die Chancen konzentriert, hat gute Aussichten auf Erfolg“, so Jürgen Thomas, Vorstandsmitglied der Sparkasse Darmstadt. Er übergab den Siegern Tom Plümmer, Jonathan Hesselbarth und Ansgar Kadura von „Wingcopter“ aus Darmstadt in der Kategorie Innovative Geschäftsidee ihre Auszeichnung. Weitere Preisträger dieser Kategorie: Benjamin Bruder mit „Tracktics“ aus Frankfurt und Simon Schmidt von „Optocomm Mess- und Schienentechnik“ aus Gründau.

Wie es hieß, sind von den 126 Unternehmen, die seit der erstmaligen Auslobung des Preises 2003 das Finale erreicht haben, 91 noch aktiv. Der Hessische Gründerpreis zeichnet im Unterschied zu vielen anderen Preisen für Existenzgründer nur Firmen aus, die erfolgreich am Markt agieren. (al)

Rubriklistenbild: © dpa

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